Buchegg

Budgetzahlen für das nächste Jahr sehen nicht rosig aus

Auch Aetingen gehört zur Gemeinde Buchegg. (Archiv)

Auch Aetingen gehört zur Gemeinde Buchegg. (Archiv)

Die Mitglieder des Gemeinderats Buchegg sind angehalten Sparvorschläge für das Budget 2016 einzureichen. Ob eine Steuererhöhung vorgeschlagen wird, ist noch unklar.

Ein Budget für eine Einwohnergemeinde zu erstellen gleicht einem Blindflug. Vieles ist nicht planbar, seien es unvorhergesehene Ausgaben oder ein plötzlicher Steuersegen. Für die Gemeinde Buchegg, die erst seit knapp zwei Jahren existiert, gilt der erste Satz dieses Artikels umso mehr, weil sie ihren Voranschlag bisher auf keine Rechnung abstützen konnte. Für das bevorstehende dritte Budget bestehen zwar erste verlässliche Zahlen.

Dennoch könne die erste Rechnung von 2014 nicht als Grundlage dienen, sagt Finanzressort-Leiter Thomas Stutz, weil darin ausserordentliche Faktoren aus der Fusion enthalten sind. In der Rechnung resultierte statt eines prognostizierten Defizits ein kleiner Gewinn von 61 000 Franken. Dies vor allem wegen Steuereingängen. Zudem stehen die Umstellung auf ein neues Rechnungslegungsmodell sowie Änderungen im innerkantonalen Finanzausgleich an. «Es ist weiterhin schwierig vorauszusehen, wo wir landen», sagt Stutz.

Eine erste Tendenz ist für das Budget 2016 dennoch auszumachen, und es sieht derzeit nicht sehr gut aus. «Wir müssen über die Bücher und herunterkommen mit den Ausgaben», sagt Gemeindepräsidentin Verena Meyer (FDP). Sie hat ihre Kollegen angewiesen, noch vor der nächsten Gemeinderatssitzung vom 2. November konkrete Sparvorschläge einzureichen. «Es gibt an verschiedenen Positionen noch Sparmöglichkeiten.»

Ob der Gemeindeversammlung im Dezember eine Steuererhöhung vorgeschlagen wird, bleibt offen. Die beiden Steuerfüsse, die der Gemeinderat bisher vorgeschlagen hatte, wurden von der Stimmbevölkerung nicht goutiert. Derzeit liegt der Steuerfuss bei 115 Prozent.

«Gerne mehr verdichten»

Verabschiedet hat der Gemeinderat das Zonenreglement von Buchegg. Es wird demnächst öffentlich aufgelegt. Gibt es keine Einsprachen, soll es schnellstmöglich an den Regierungsrat zur Genehmigung eingereicht werden. Wirklich glücklich ist der Rat über das Reglement allerdings nicht. So sei es nicht möglich, in der Kernzone bestehende Bauvolumen voll auszunutzen. «Wir hätten gerne noch mehr verdichtet», sagt Verena Meyer, «damit bestehende Häuser wenigstens bis unter das Dach ausgebaut werden könnten.»

Das Baureglement war von der Gemeindeversammlung bereits im Juni verabschiedet worden. (crs)

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