Bucheggberg
Nach eingegangenem Auftrag: Vorstand legt Vorschlag für Betreuung der Schulkinder vor

Der Schulverband Bucheggberg erklärte die Einführung von Tagesstrukturen für «erheblich».

Gundi Klemm
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Schulstart in Schnottwil.

Schulstart in Schnottwil.

Felix Gerber / Archiv

An die Führung des Schulverbandes Bucheggberg, der sieben Gemeinden umfasst, war aus Delegiertenkreisen ein Auftrag ergangen. Sprecher der Gruppe ist Bernhard Kubalek (Unterramsern), der eine freiwillige familien- und schulergänzende Betreuung für Schulkinder in Kindergarten und Primarschule gefordert hatte.

Der Vorstand des Schulverbandes hatte das Anliegen geprüft und in zwei Artikeln modifiziert. Wie Verbandsvizepräsident Bernhard Jöhr der aus zehn Delegierten bestehenden, beschlussfähigen Versammlung erläuterte, berücksichtigen die im Vorstand vorgenommenen Änderungen die schwierigen räumlichen Bedingungen.

In Messen und in Lüterkofen, den als Pilotprojekt bestehenden Standorten des Mittagstischs, ist auf die Schnelle für Tagesstrukturen aufgrund vielfacher Hürden weder Platz noch Kapazität verfügbar. Vor allem aber wäre die anvisierte Umsetzung der Tagesstrukturangebote in der im Antrag anvisierten kurzen Zeitspanne kaum realisierbar. Deshalb stellte der Vorstand dem Auftrag der Delegiertengruppe einen angepassten Vorschlag gegenüber. «Grundsätzlich unterstützen wir den Antrag, der bei uns offene Türen einrennt», so Jöhr.

Raumsuche bleibt grosses Thema

Die Gruppe um Bernhard Kubalek zog daraufhin gemäss seinem Votum an der Versammlung in der Mehrzweckhalle Lüterkofen den Auftrag zurück, da die Variante Vorstand zur Schaffung von Tagesstrukturen die richtige Stossrichtung verfolge. Die Delegierten, teils ausgestattet mit mehreren Stimmrechten, unterstützten den Antrag mit 18 Ja und erklärten ihn für erheblich.

Eine Gemeinde verweigerte ihre Zustimmung. Laut Jöhr wird der Vorstand für die nächste Delegiertenversammlung einen Beschlussentwurf ausarbeiten, der von den im Schulverband zusammengeschlossenen Gemeinden ratifiziert werden kann.

Grosses Thema bleibt die Raumsuche. Deborah Petersen, Delegierte aus Lüterkofen, verwies auf die leer stehende Baracke im Dorf, die mit Sanierungsmassnahmen für eine weitere Benutzung fit gemacht werden könnte.

Pandemie wirkte sich nicht auf Kosten aus

Da bereits im Rahmen einer Informationsveranstaltung über alle Themen der Versammlung informiert wurde, entfielen lange Diskussionen. Einstimmig bewilligt wurden alle Rechenschaftsberichte der Ressortverantwortlichen Bernhard Jöhr, Thomas Stutz, Martin Husmann, Hansjürg Bürki-Bruggisser, Reto Schluep und Susanne Zuber. Schulverbandspräsidentin Verena Meyer hob nochmals einzelne Punkte der von der Pandemie bestimmten Jahresarbeit hervor.

Als Finanzverantwortlicher erläuterte Thomas Stutz deren finanzielle Auswirkungen auf den Jahreshaushalt, in dem sich dennoch die Mehrzahl der Positionen auf Vorjahresniveau bewegte. Mit 10,4 Mio. Franken sind die Personalkosten der wesentliche Anteil im Gesamtbetriebsaufwand von 15,5 Mio. Franken. Etwas teurer wurden die Beiträge an die Sonderschulung und die Schülertransporte, bei denen zur Vermeidung von Ansteckung zusätzliche Busse zum Einsatz kamen.

Hierbei griff der Kanton dem Schulverband mit Beiträgen unter die Arme. Rund 16'000 Franken kostet der Unterricht pro Schülerin und Schüler. Umgerechnet pro Kopf der Bevölkerung trägt jede Einwohnerin, jeder Einwohner 2020 mit 6850 Franken zum Schulwesen im Bezirk bei. Stutz gab bekannt, dass das Guthaben der Gemeinden in Gesamthöhe von 354'647 Franken in den nächsten Tagen anteilmässig überwiesen werde.

Drei Demissionen im Vorstand

Zum Legislaturende im Herbst 2021 liegen mit Bernhard Jöhr, Susanne Zuber und Hansjürg Bürki-Bruggisser drei Rücktritte aus dem Vorstand vor. Die Präsidentin, die dem Verband erhalten bleiben möchte, bat, für die Wahlen die Nachfolgeplanung zu fokussieren.

Zudem wies sie daraufhin, die Rechnungsprüfungskommission nach dem Weggang zweier Mitglieder mit fähigen Personen wieder zu verstärken.