Im Ortsteil Mühledorf bevorzugt man das Wasser aus den eigenen Quellen. «Deshalb kämpfen wir für die Margaretenquelle als Bestandteil unserer öffentlichen Wasserversorgung», erklärte Gemeindepräsidentin Vreni Meyer. Das Resultat der Untersuchungen, die der Geologe Kaspar Arn über mehrere Monate durchgeführt hatte, bestärkte den Rat in der Nutzung der Quelle. Denn ihr Wasser, das konstant mit 95 Litern pro Minute sprudelt, ist von gleichbleibender Qualität und stammt aus Sandsteinschichten.

Die Fassung mit Pumpwerk befindet sich in der Nähe des Turnplatzes. Um das Wasser zu schützen, müssen künftig drei Schutzzonen errichtet werden. In der Schutzzone 2, in der Gülle austragen absolut verboten ist und Pflanzenschutzmittel beschränkt eingesetzt werden dürfen, müsste die Wolftürlistrasse einige Meter Richtung Hang verlegt werden. Arn schätzte die Kosten für alle dazu nötigen Bauarbeiten auf rund 200'000 Franken.

Der nächste Schritt wird sein, dass sich eine Arbeitsgruppe mit dem Amt für Umwelt berät, damit die Einspeisung des Quellwassers gesetzeskonform verläuft. Einen nötigen Planungskredit wird der Rat noch bewilligen. Die Arbeiten an Pumpwerk und Zuleitung ins Netz könnten ab 2020 realisiert werden, war sich der Rat einig. Die Nutzung der Rotenmattequelle, die mit Nitrat belastet ist, wird zurückgestellt und möglicherweise später nochmals überprüft.

Kleines Minus, viel Eigenkapital

Der Gemeinderat diskutierte das Budget 2019 mit einem Aufwand von 11,7 Mio. Franken und einem Minus von rund 400'000 Franken einigermassen entspannt. Denn mit einem Eigenkapital von mehr als 6,1 Mio. Franken plus Bewertungsreserven im Rücken lässt sich das tatsächliche Ergebnis der Erfolgsrechnung Ende nächsten Jahres locker abwarten. In der Regel fällt die Schlussrechnung besser aus als prognostiziert. Kleine Änderungen ergaben sich bei den Ausgaben etwa für die Seniorenreise, für Jubilarengeschenke und den Asylkreis. Die Investitionsrechnung beansprucht netto 3,9 Mio. Franken, davon fliessen 2.7 Mio. Franken in die Wasserversorgung. Für den Anschluss des Gemeindehauses in Mühledorf verabschiedete der Rat noch unter Vorbehalt einen Kredit von 50'000 Franken. Der Steuerfuss soll auf 115 Prozent verbleiben.

Einstimmig unterstützte der Rat auch den Antrag von Thomas Stutz, die Mitglieder der Kulturkommission rückwirkend auf den Jahresbeginn 2018 wie alle anderen Kommissionen zu entschädigen. Bislang hatten sich diese Gruppenangehörigen «ehrenamtlich» eingesetzt. «Jetzt können wir auch umfangreiche Vorbereitungsarbeiten honorieren», so Stutz.

Diverse Geschäfte

Keine grosse Diskussion erforderte das überarbeitete Abfallreglement, dem mitsamt den beiden Anhängen Gebührenrahmen und effektive Gebührenaufstellung der Rat zuhanden der Gemeindeversammlung einhellig zustimmte. Bis ins Detail besprochen wurde die bevorstehende Delegiertenversammlung Alterssitz Buechibärg in Gegenwart der Gemeindedelegierten Marianne Jaggi. In der Investitionsrechnung für die drei Standorte der Institution seien alle Ausgaben «nachvollziehbar», hiess es im Rat. Allerdings sollte statt der Mandatslösung eine Anstellung des Heimleiters geprüft werden.

Ratsmitglied Anita Hug informierte zur Perspektive-Generalversammlung und Alex Mann zu den Planungen und Finanzen beim Abwasser-Zweckverband ZASE. Eingesetzt wurde die neue Arbeitsgruppe Veloweg, die aus Iris Erdiakoff, Thomas Lehmann, Daniel Furrer, Yves Ammann, Marc Luginbühl (angefragt) und den beiden Ratsmitgliedern Samuel Marti und Niklaus Fischer besteht. Das Gremium deckt alle Buchegger Ortsteile ab.