Buchegg
Der Ausbau der Wasserversorgung geht Schritt für Schritt vorwärts

Die Wasserverbrauchszahlen in Buchegg wurden überprüft, und die Massnahmen, die im Jahr 2018 beschlossen wurden, leicht angepasst. Der Gemeinderat hat beschlossen, die öffentliche Wasserversorgung kontinuierlich auszubauen und die Versorgungssicherheit in allen Dorfteilen zu verbessern.

Rahel Meier
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Die Wasserversorgung in Mühledorf wird nach und nach an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen.

Die Wasserversorgung in Mühledorf wird nach und nach an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen.

Urs Byland

Der Gemeinderat Buchegg hat erneut über die Wasserversorgung innerhalb der zehn Dörfer diskutiert. 2018 wurde eine Generelle Wasserversorgungsplanung verabschiedet. Damit soll die Versorgungssicherheit gewährleistet und in den mehrheitlich mit privaten Quellen versorgten Dorfteilen Mühledorf und Gossliwil eine flächendeckende öffentliche Trink- und Löschwasserversorgung aufgebaut werden.

Bereits erstellt wurde die Transportleitung von Tscheppach nach Mühledorf und durch ganz Mühledorf hindurch. Zusätzlich wurden in Mühledorf erste Abschnitte des öffentlichen Leitungsnetzes gebaut und erste Liegenschaften angeschlossen. Ebenfalls erstellt ist die Leitung von Aetigkofen bis Gächliwil.

St. Margretenbrunnen als Reserve

Weil die Wasserverbrauchszahlen nicht alle plausibel nachvollzogen werden konnten, gab es in den letzten Berechnungen Ungenauigkeiten und Unsicherheiten. Deshalb wurden die Wasserbilanzen im Herbst 2020 unter Berücksichtigung der ­neuen Situation erneut durch ein Ingenieurbüro überprüft.

Sicher ist heute, dass die Rotenmattenquellen aufgrund der Rohwasserqualität künftig nicht mehr für die öffentliche Wasserversorgung genützt werden. Der St. Margretenbrunnen wird hingegen als Reserve noch behalten. Die Rohwasserqualität erfüllt bis auf die Überschreitung des Höchstwertes für Chlorothalonil alle Anforderungen an Trinkwasser.

Unterramsern möchte ebenfalls anschliessen

Weiter möchte die benachbarte Gemeinde Unterramsern einen Anschluss an den Dorfteil Aetigkofen erstellen, da sie ihre eigenen Quellfassungen aufgeben muss. Über diesen Anschluss soll auch die Versorgung Aetingens gelöst werden.

Für die aktualisierten Grundlagen wurde der heutige und der künftige Wasserbedarf ermittelt. Zudem wurden die Einwohnerzahlen aufgerechnet auf das Jahr 2040. Mittels all dieser Zahlen wurde der maximale Tagesbedarf errechnet und die Versorgungssicherheit, sollte ein Wasserbezugsort ausfallen.

Um eine maximale Sicherheit zu haben, wurde dem Gemeinderat empfohlen, wie geplant als nächste Etappe die Ringleitung vom Reservoir Schöniberg nach Gächliwil und Hessigkofen zu erstellen. Diese Ausbauetappe beinhaltet eine rund 3,37 Kilometer lange Transportleitung, die Anpassung des Quellwasserpumpwerks Hessigkofen und der Leitstellen Schöniberg und Hessigkofen und den Rückbau des alten Reservoirs in Hessigkofen.

Das Reservoir wird erst am Schluss ausgebaut

Danach soll Bibern angeschlossen werden. Auch hier sollen die erforderlichen Bauten zur Erhöhung der Versorgungssicherheit und die Anlagen zur Nutzung des Jörhüsliquellen erstellt werden. Dies sind eine rund 475 Meter lange Transportleitung zwischen Bibern und Hessigkofen sowie ein Stufenpumpwerk in Bibern.

Die nächste Etappe ist dann der Anschluss von Gossliwil mit einer rund 1,35 Kilometer langen Transportleitung von Gächliwil her und der Bau der öffentlichen Versorgungs- und Hydrantenleitungen.

Als letztes wird der Ausbau des Reservoirs Schöniberg vorgeschlagen. Die Ausbauetappe umfasst die Vergrösserung des Speichervolumens durch den Bau einer dritten Wasserkammer mit 350 Kubikmeter Inhalt auf neu 800 Kubikmeter.

Die Resterschliessung in Mühledorf ist nach Bedarf zu erstellen. Die Notwendigkeit des Anschlusses Brügglen oder einer allfälligen Nutzung des St. Margarethenbrunnen für die öffentliche Wasserversorgung ist durch regelmässig Überprüfung der Wasserbilanzen abzuklären.

Der Gemeinderat Buchegg konnte sich diesen Überlegungen anschliessen und hat beschlossen, das Projekt in diesem Sinne weiterzuverfolgen.