Gegen Avec-Box
Kein Einkaufen rund um die Uhr: Buchegg will keinen unbedienten Mini-Laden

Der Gemeinderat Buchegg diskutierte eine Anfrage der Firma Valora, die im Dorf gerne eine Avec-Box aufstellen möchte. Es handelt sich dabei um einen Mini-Laden mit rund 24 Quadratmeter Verkaufsfläche.

Rahel Meier Jetzt kommentieren
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Beispiel für eine Avec-Box aus dem Kanton Zürich.

Beispiel für eine Avec-Box aus dem Kanton Zürich.

zvg

Ein Laden in einem Container, 24 Quadratmeter Verkaufsfläche, 24 Stunden pro Tag an sieben Tagen in der Woche geöffnet. Das ist die Avec-Box, die es in der Schweiz bereits an diversen Orten gibt. Sie kann sowohl autonom aufgestellt, als auch in einem bestehenden Raum eingebaut werden. Valora sucht nach weiteren Standorten und ist deshalb mit einer Anfrage auch an die Gemeinde Buchegg gelangt.

«Für mich als arbeitstätige Konsumentin wäre dies sicher ein gutes Angebot», meinte Gemeinderätin Anita Hug Mbungu (SP) im Kreis der Gemeinderatskollegen. Ihrer Meinung nach würde ein solcher Kleinladen die Direktvermarkter in der Region nur begrenzt konkurrenzieren, da das Angebot ein anderes wäre. Sie meint weiter:

«Wenn man drei Mal bei einem Hofladen anrennt und dieser nicht geöffnet ist, dann geht man in aller Regel kein viertes Mal mehr vorbei.»

Sie wäre oft froh, wenn sie beim Heimfahren noch schnell irgendwo etwas holen könnte.

Frage nach dem idealen Standort

Im Gemeinderat fragte man sich allerdings, wo eine solche Box aufgestellt werden könnte. «Unser Gemeindegebiet ist relativ gross, da müsste die Kundschaft eh das Auto nehmen. Und dann fragt sich, ob sie nicht gleich nach Lohn fahren, wo sie bereits heute Läden finden die beispielsweise auch am Sonntag offen sind», fragte sich Niklaus Fischer (BDP).

Bruno Bartlome (FDP) machte darauf aufmerksam, dass auch die Hofläden in der Region teilweise bereits mit Automaten arbeiten. Das bestätigte Bernhard Wyss (Freie Liste), der dieses Angebot «eine gute Sache» findet. Die Betreiber der Hofläden seien froh um jedes Stück, das sie verkaufen können. Gemeindepräsidentin Verena Meyer (FDP) warf zudem ein, dass es auch Landwirtschaftsbetriebe gebe, die die Waren wöchentlich direkt nach Hause liefern.

Informationen für die Homepage aufbereiten

Der Gemeinderat war sich einig darin, dass man lieber die Angebote im Dorf fördern möchte, statt ein börsenkotiertes Unternehmen zu unterstützen. Kurzerhand wurde beschlossen, dass die Gemeinde kein eigenes Land zur Verfügung stellen möchte. Dagegen will der Gemeinderat heimische Angebote auf der Homepage der Gemeinde fortan besser vermarkten. Verena Meyer sagt: «Wir haben einen Flyer auf dem viele dieser Informationen bereits zusammengetragen sind. Der müsste höchstens noch ergänzt werden.»

Diskussion um Legislaturziele verschoben

Die Diskussion über die Legislaturziele wurde auf Anfang März verschoben. Mark Hunninghaus (Freie Liste), Bernhard Wyss und Niklaus Fischer baten darum. Erstere, weil sie als neu gewählte Gemeinderäte noch in der Einarbeitungsphase sind. «Ich möchte die Ziele mit der Kommission absprechen», meinte Hunninghaus. Fischer hat mit der neuen Legislatur ein anderes Ressort übernommen und möchte ebenfalls etwas mehr Zeit.

Verena Meyer machte darauf aufmerksam, dass es bei der Diskussion der Legislaturziele nicht nur um das eigene Ressort gehe. «Alle dürfen in jedem Kapitel Themen eingeben.» Sie konnte aber ebenso wie die anderen anwesenden Gemeinderäte mit einer Verschiebung leben.

Sieben Verpflichtungskredite

An der Gemeindeversammlung werden gleich sieben Verpflichtungskredite zur Abstimmung kommen. Diese wurden an der letzten Gemeinderatssitzung kurz diskutiert und allen wurde zugestimmt.

Dabei geht es um folgende Beträge: Investitionen Unwetterschäden 770’000 Franken; Feuerwehrfahrzeug Mittelbuchegg 100’000 Franken; Strassenunterhalt (Weg Nr. 22 in Bibern) 116’000 Franken; Wasser Ringleitung Schöniberg–Hessigkofen-Gächliwil 1,750 Millionen Franken; Wasser Ringleitung und Abwasser- und Regenabwasserleitung Huntelweg (Kyburg-Buchegg) 685’000 Franken; Wasserleitung, Abwasser- und Regenabwasserleitung Kobirain (Aetingen) 300’000 Franken und Abwasser- und Regenabwasserleitung Huntelweg (Kyburg-Buchegg) 300’000 Franken.

Buchegg hat Anrecht auf einen Vertreter

Der Gemeinderat unterhielt sich zudem über die anstehende Delegiertenversammlung des Alterssitz Buechibärg. Dort geht es unter anderem um die Wahl eines neuen Vorstandes. Sechs Personen kandidieren dabei für fünf Sitze. Als Vertreter der Bucheggberger Gemeinden ist Bernhard Jöhr (Messen) bereits gesetzt. «Als grösste Gemeinde im Bucheggberg müssen wir unbedingt dafür sorgen, dass Hans Ulrich Müller als unser Vertreter sicher in den Vorstand kommt», meinte Meyer deutlich.

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