Buchegg
Bürgergemeinde will eigenes Holz für Wärmeverbund nützen

Die Bürgergemeinde Bibern will in einem alten Holzschopf eine Holzschnitzel-Wärmeverbund-Heizung installieren. Damit können die Einwohner von Fernwärme profitieren.

Rahel Meier
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Die Bürgergemeinde verfügt über 62 Hektaren Wald und kann den Bedarf an Holzschnitzel für eine Heizzentrale selbst abdecken.

Die Bürgergemeinde verfügt über 62 Hektaren Wald und kann den Bedarf an Holzschnitzel für eine Heizzentrale selbst abdecken.

Themenbild:
Hanspeter Bärtschi

In Bibern beabsichtigt die Bürgergemeinde in der Liegenschaft Hauptstrasse 80 eine zentrale Holzschnitzel-Wärmeverbundheizung mit Schnitzelsilo zu erstellen und von dort aus mit einem Verbundleitungsnetz das Dorf Bibern mit Wärme zu versorgen. Geplant ist eine Holzschnitzelfeuerung mit zirka 350 kW Nennleistung.

Eine Studie hat ergeben, dass ein solcher Verbund ökologisch und ökonomisch betrachtet betreibbar wäre. Die Holzschnitzelbesorgung ist durch die 62 ha Waldbesitz der Bürgergemeinde sichergestellt. Dadurch werde die Rest- und Schwachholznutzung des Waldes gefördert und die Wertschöpfungskette bleibt in der Region.

Es sind bereits Vorverträge unterzeichnet

Zum heutigen Zeitpunkt gibt es bereits 18 Vorverträge mit potenziellen Wärmebezügern. An der Bürgergemeindeversammlung im letzten Dezember wurde dem Projekt ebenfalls zugestimmt. Der Leitungsbau für die Fernwärme wird nicht ganz einfach. Der technische Bericht zeigt aber auf, wie er gelöst werden kann.

Viele alte Wärmeversorgungen könnten abgestellt werden

Bibern ist, laut technischem Bericht, ein Dorf mit einer tiefen Wärmedichte. Das heisst, dass viele Häuser aktuell noch mit sehr alten Wärmeversorgungen ausgerüstet sind. Beispielsweise mit Elektrowiderstandsradiatoren oder Holzöfeli. Mit einer Wärmezentrale könnte man das Dorf im Bereich Energieversorgung auf einen modernen zukunftsfähigen Stand bringen.

Der Gemeinderat Buchegg unterstützt das Projekt der Bürgergemeinde Bibern. Die Erschliessungsplanung mit dem Bericht werden dem Amt für Raumplanung eingereicht und nach erfolgter Vorprüfung öffentlich aufgelegt. Unter Vorbehalt von Einsprachen wurde auch die Nutzungsplanung genehmigt, die nach der Auflage dem Regierungsrat zur Genehmigung eingereicht wird. (rm)