Buchegg
Braucht die Mehrzweckhalle Aetigkofen eine Bühne?

Der Gemeinderat Buchegg diskutiert über die Sanierung der Mehrzweckhalle in Aetigkofen und zwei Nachtragskredite.

Marlene Sedlacek
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Mehrzweckhalle Aetigkofen ist in die Jahre gekommen.

Mehrzweckhalle Aetigkofen ist in die Jahre gekommen.

Hanspeter Bärtschi

Wie soll es mit der Mehrzweckhalle Aetigkofen weitergehen? Eine Umfrage bei der Bevölkerung hat deutlich ergeben, dass die Erhaltung der Halle erwünscht ist. «Einige Dinge, wie elektrische Anlagen oder Heizungssteuerung, müssen sicherlich gemacht werden», erläuterte Samuel Marti. Zur Diskussion hingegen steht, ob sich die energetische Sanierung lohnt. Und vor allem ist nicht klar, was mit der Bühne passieren soll.

Aus Sicherheitsgründen darf sie seit einiger Zeit nicht mehr heruntergeklappt werden. 60'000 bis 80'000 Franken würde eine Sanierung kosten. Die Gemeinderäte fragten sich, ob man diese überhaupt noch brauche. Diese Zweifel wurden auch in der Umfrage mehrfach geäussert. «Wir haben keine Musikgesellschaft und keine Theatergruppe», gab Kurt Stuber zu bedenken. Eine kostengünstigere Lösung wäre, die Bühne für 2000 Franken im Boden zu verankern. Damit würde allerdings der Platz für sportliche Aktivitäten reduziert.

Dem System mehr Sorge tragen

Das Drainage-System in der Gemeinde ist etwa 55 Jahre alt. Im Rahmen des periodischen Wiederinstandstellungsprojekts (PWI) wurden die Leitungen in Gossliwil und Mühledorf gespült, kontrolliert und repariert. Die im Investitionsbudget auf zwei Jahre verteilten 72'000 Franken reichten dafür nicht aus. «Es sind viel grössere Schäden zutage getreten, als erwartet», erklärte Alex Mann. «Dafür ist das Netz jetzt in ausgezeichnetem Zustand», betonte er. Zudem sei es ausgemessen und im geografischen Informationssystem (GIS) erfasst worden.

Der Gemeinderat hiess einen Nachtragskredit über 30'000 Franken gut. Guido Frenzer regte an, die Bussen, die das Flurreglement vorsieht, auch auszusprechen und diejenigen zur Verantwortung zu ziehen, welche Schäden verursachen. «Dem Leitungsnetz soll in Zukunft mehr Sorge getragen werden», verlangte er.

Noch kein neues Reglement

Ein weiterer Nachtragskredit ist für die Sanierung des Talrainwegs Küttigkofen nötig. Die Anwohner forderten eine Reduktion ihrer Perimeterpflicht von 80 auf 60 Prozent. Als Grund führten sie Unterhaltsarbeiten an, die sie regelmässig selber durchgeführt haben, wie Schächte reinigen oder Gras mähen. Mit dieser Senkung konnten sich nicht alle Gemeinderäte einverstanden erklären.

Gemeindepräsidentin Verena Meyer machte darauf aufmerksam, dass der Gemeinderat im alten Küttigkofer Reglement die Befugnis habe, die Perimeterbeiträge zu reduzieren. Im noch auszuarbeitenden Reglement für das gesamte Gemeindegebiet müsse dies sauber festgelegt werden, forderte Meyer. Fünf von sieben Gemeinderäten stimmten dem Nachtragskredit von 3800 Franken zu.

Die Gemeindepräsidentin verdankte an dieser letzten Gemeinderatssitzung der Legislaturperiode die Arbeiten der Gemeinderätinnen und Gemeinderäte sowie der Kommissionsmitglieder. «Sie haben gut und viel gearbeitet», rühmte sie. Den abtretenden Räten wünschte sie viel Glück für die Zukunft, den bleibenden viel Elan für die neue Legislatur.