Rechnung 2015
Bolken will Kosten in den Griff bekommen

Die Rechnungsgemeindeversammlung Bolken genehmigte im kleinen Rahmen die positive Rechnung.

Beatrice Kaufmann
Drucken
Teilen
Die Rechnung 2015 der Gemeinde Bolken schliesst mit einem Einnahmenüberschuss von rund 15'700 Franken.

Die Rechnung 2015 der Gemeinde Bolken schliesst mit einem Einnahmenüberschuss von rund 15'700 Franken.

Hanspeter Bärtschi

Eine einzige Diskussion gab es an der Gemeindeversammlung während der Erläuterungen der laufenden Rechnung durch Gemeindeverwalter Thomas Beer. Die hohen Kosten der Bauverwaltung wurden kritisiert. «Das ist in der RPK (Rechnungsprüfungskommission) schon seit ein paar Jahren ein Thema», erklärte Marco Sauser, RPK-Präsident. Da sich länger keine neuen Funktionäre für die Baukommission finden liessen, sei man auf externe Kräfte angewiesen gewesen, was die Kosten in die Höhe getrieben habe.

Mittlerweile habe man eine klare Aufgabenteilung zwischen internen und externen Kräften. Gemeinderat Bruno Affolter bestätigte, man setze alles daran, die Kosten zu reduzieren, wies aber darauf hin, dass die Wirkung der ergriffenen Massnahmen erst etwa in einem Jahr überprüft werden könnten. «Wir bitten daher noch um etwas Geduld.»

Die restlichen Posten konnte Beer rasch durchgehen, woraufhin sowohl die laufende Rechnung, mit einem Einnahmenüberschuss von rund 15'700 Franken, als auch die Investitionsrechnung über rund 67'700 Franken von den 15 Stimmberechtigten genehmigt wurden. Ebenfalls wurde beschlossen, den Überschuss ins Eigenkapital zu buchen.

Weiter genehmigte die Versammlung einen Nachtragskredit für die Heizung im Schulhaus und im Mehrzweckgebäude. Wie Gemeindepräsidentin Jeannette Baumgartner erläuterte, hätte diese bis 2017 saniert werden müssen. Nun ist die Heizung bereits vor einem Jahr ausgestiegen, weshalb der Gemeinderat letzten August die Sanierung beschloss.

Weiter sollen mit einem Kredit der Investitionsrechnung 2016 neue Wasserleitungen verlegt werden. Wie Baumgartner ausführte, ist während der Arbeiten an der Kanalisation in der Verzweigung Aeschistrasse/Schulhausstrasse eine Leitung gebrochen. Eine Untersuchung der Leitung habe darauf ergeben, dass die alten Wasserleitungen sowohl in der Aeschi- als auch in der Schulhausstrasse in einem sehr schlechten Zustand sind. Mit der Erneuerung jetzt, spare man 20 Prozent gegenüber einer späteren Sanierung, so Gemeinderat Aleksandar Nesebik.

Gemeinderat kämpft um Schule

Die Herzensangelegenheit des Rats folgte zum Schluss: «Ich möchte euch sagen, dass wir uns für den Schulstandort Bolken stark einsetzen», so Baumgartner. Seit der Regierungsrat die Reduktion Standorte der Regionalen Schule äusseres Wasseramt (rsaw) verlangt und Aeschi bekannt gegeben hat, aus der rsaw austreten zu wollen, prüfe man alle Varianten. «Andere Gemeinden werden Aeschi folgen», befürchtete Baumgartner, womit die rsaw in zwei Jahren aufgelöst werde.

Bis dahin müsse eine Lösung vorliegen. Welche Variante man derzeit prüfe, werde nicht bekannt gegeben, erklärte Gemeinderätin Lilith Fluri. Es werde aber überlegt, die Fünft- und Sechstklässler künftig in der Schule einer Nachbargemeinde unterzubringen. Die Frage des Transports stelle sich hingegen erst, wenn eine Lösung gefunden worden sei. Wo der künftige Schulstandort sei, werde aber die Gemeindeversammlung entscheiden.