Es ist ein Grundauftrag der Kirche, dass Gottes gutes «Wort», das er durch Jesus Christus in die Welt hinein gesagt hat, auch heute in unserer Zeit umgesetzt wird und dass es auch in Zukunft erfahrbar ist. Darum ist es immer wieder eine Frage, wie die Kirche im Grossen und im Kleinen die Pastoral (die «Hirtensorge») von Jesus Christus thematisieren und umsetzen kann.

Im Rahmen des Bistumsprojektes «Pastoraler Entwicklungs-Prozess», als Antwort auf die heutigen gesellschaftlichen Realitäten, werden im Bistum Basel Pastoralräume erarbeitet. Das sind mehrere Pfarreien und Kirchgemeinden, die künftig näher zusammenarbeiten. Die Kirchgemeinden und Pfarreien bleiben aber selbstständig. Es ist in einem Pastoralraum einfacher, Projekte gemeinsam durchzuführen sowie gemeinsam eine Arbeitsstelle für Sozialarbeit in einem vernünftigen Stellenpensum anzubieten oder eine Jugendseelsorgerin oder einen Jugendseelsorger anzustellen. So bilden nun nach zweijähriger Planungs- und Vorarbeit die sechs Pfarreien und Kirchgemeinden Aeschi, Deitingen, Derendingen, Luterbach, Subingen und Zuchwil den «Pastoralraum Wasseramt Ost». Er umfasst 8000 Katholikinnen und Katholiken.

Wozu braucht es die Kirche?

Der Gottesdienst wurde von 140 Sängerinnen und Sängern der Kirchenchöre aus den sechs Pfarreien unter der Leitung von Ueli Mani mit gestaltet, an der Orgel spielte Evelyne Grandy. Ministranten aus dem Pastoralraum halfen im Gottesdienst mit. Zur dann und wann gestellten Frage, wozu es die Kirche brauche, sagte Bischof Felix Gmür: «Die Sorge um den Mitmenschen ist immer wieder eine Herausforderung der Kirche.» Es gelte die frohmachende und befreiende Hinwendung Gottes an den Menschen durch Jesus Christus heute durch die Kirche, eben durch jene, die ihr angehören, erfahrbar zu machen. Immer wieder seien Menschen hungrig und durstig nach Zuwendung und Begleitung, sagte der Bischof, immer wieder bedürfen Menschen der Aufrichtung und inneren Befreiung. Es sei Aufgabe der Kirche, Barmherzigkeit erfahrbar zu machen. (mgt)