Feldbrunnen-St. Niklaus
Bipperlisi-Verfahren derzeit sistiert

Erst wenn die Pläne vorliegen, kann die Gemeinde Feldbrunnen-St. Niklaus entscheiden, wie sie mit ihrer Einsprache verfahren will.

Lea Reimann
Merken
Drucken
Teilen
Feldbrunnen erzielte im Bipperlisi-Verfahren einzelne Erfolge.

Feldbrunnen erzielte im Bipperlisi-Verfahren einzelne Erfolge.

Hanspeter Bärtschi

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat die Gemeinde informiert, dass das Verfahren rund um die Änderungen an der Bipperlisi-Strecke derzeit sistiert sei. Grund dafür ist, dass die Aare Seeland mobil (asm) wichtige Unterlagen und Planänderungen noch nicht beim BAV eingereicht hat – so etwa die veränderte Zaunvariante. Erst wenn die Pläne vorliegen, wird das Verfahren wieder aufgenommen und die Gemeinde wird entscheiden können, ob sie die Einsprache zurückziehen möchte oder nicht.

Obwohl dieser Entscheid nun noch nicht gefällt werden konnte, sprach der Gemeinderat die Thematik kurz an. Man besprach das mittlerweile eingetroffene Protokoll über die Einigungsverhandlung, die am 17. November gemeinsam mit der asm und dem BAV stattfand. Die Punkte, die an diesem runden Tisch besprochen wurden, waren bereits Thema der ausserordentlichen Gemeindeversammlung im August. Als aussichtslos erwies sich das Anliegen der Gemeinde, dass das Bipperlisi auch in Feldbrunnen noch als Strassenbahn gelte – so wie auf dem Gebiet der Stadt Solothurn. Es stehe fest, dass in Feldbrunnen die Normen der Eisenbahn durchgesetzt werden müssen. Auch der Einwand der Gemeinde, dass Fussgängerübergänge nicht durch Barrieren, sondern durch andere Massnahmen zu sichern seien, wurde abgelehnt.

Spanndraht statt Maschenzaun

Man könne aber auch Erfolge verzeichnen, fasste Gemeindepräsidentin Anita Panzer zusammen. So habe man zugesichert bekommen, dass anstatt eines unschönen Maschendrahtzauns entlang der Geleise eine filigranere Variante gewählt werden könne, etwa in Form von waagrechten Spanndrähten. Auch bezüglich der Maximalgeschwindigkeit im Siedlungsverkehr habe man die Limite von fünfzig Stundenkilometern zugesprochen bekommen. Auf ein emissionsarmes Regime bei der Schrankenschliessung werde ebenfalls geachtet.

«Wir sind nicht mehr so weit von einer Einigung entfernt, wie wir auch schon waren», zog Panzer Fazit. Man nehme die Sistierung zur Kenntnis und warte auf die asm-Pläne. Sobald diese vorliegen, will der Gemeinderat entscheiden, ob er die Einsprache zurückzieht.