Luterbach

Biogen-Pläne gehen auf: Gemeinderat akzeptiert letzte Änderungen

Rund zwei Monate nach der ersten Ankündigung von Biogen, werden die Pläne für das Areal in Luterbach akzeptiert. (Archiv)

Rund zwei Monate nach der ersten Ankündigung von Biogen, werden die Pläne für das Areal in Luterbach akzeptiert. (Archiv)

Am 7. September beschliesst der Gemeinderat die Auflage der Pläne für die Ansiedlung von Biogen. Gerade mal zwei Monate und eine Woche sind vergangen seit der ersten Ankündigung des 1-Milliarden-Ansiedlungsvorhabens der amerikanischen Biotechfirma.

Ein gewaltiges Tempo, das aber dank mehreren Faktoren möglich wurde. Kanton und Gemeinde suchten schon längere Zeit einen Ersatz für die eingegangene Zellulose-Industrie auf dem Industrieareal zwischen Aare und Luterbach. Erinnert sei an die erfolglosen Bemühungen, eine Holzsägerei anzusiedeln. Das Areal schien wegen seiner schieren Grösse ein jahrzehntelanges Tätigkeitsfeld zu werden.

Nun hat sich diese Grösse aber gerade als ein Vorteil herausgestellt. Dies natürlich in der Annahme, dass die heutigen Vorstellungen und Erwartungen sich auch bewahrheiten. Das Terrain war quasi vorbereitet. Auch planerisch. Die Behörden führten eine Testplanung durch und erarbeiteten einen Masterplan. Nicht alles wurde mit dem Ansiedlungsbegehren von Biogen zu Makulatur, sondern floss in die Planung ein.

Zehn Abstimmungen

Der Gemeinderat hat nun an seiner Sitzung die letzten Änderungen an den Plänen gutgeheissen. Es waren wenige Anpassungen, die aus dem Mitwirkungsverfahren und der Vorprüfung beim kantonalen Amt für Raumplanung einflossen. Die wichtigsten betreffen den Gestaltungsplan. Die maximale Höhe der Gebäude im Baubereich Produktion und Lager wurde um 4 Meter auf 470 Meter über Meer angehoben.

Auch im Bereich Administration kann um einen halben Meter höher gebaut werden, neu bis 451 Meter über Meer. Beide Anpassungen haben mit den technischen Anlagen (Lüftung etc.) auf den Gebäuden zu tun. In den Sonderbauvorschriften empfiehlt der Kanton, die Höhe des Terrains auf 428 Meter über Meer festzulegen, aber neu eine Abweichung von plus/minus 50 Zentimeter zuzulassen.

Das Abstimmungsprozedere erforderte insgesamt zehn Zustimmungen, die alle einstimmig erfolgten. Aufgelegt wird vom 14. September bis 13. Oktober die Aufhebung mehrerer bisheriger Nutzungspläne. Aufgelegt werden der kantonale und kommunale Teilzonen- und Erschliessungsplan, als Hauptbrocken der Gestaltungsplan Biogen sowie die Änderung des kantonalen Erschliessungsplanes Jurastrasse (Neubau Kreisel).

Und aufgelegt werden die Wasser- und Abwasserpläne des Areals. Eine positive Nachricht zu den Wasser- und Abwasserplänen überbrachte Ortsplaner Reto Affolter. Der Späckgraben wird auf dem Biogen-Gelände als offener Wasserlauf geführt. Diese Lösung ist nicht nur günstiger, sondern beeinflusst positiv die Meteorwasserberechnungen.

Zugestimmt hat der Gemeinderat zudem der geplanten Linienführung für die Dampfleitung von der Kebag zum Biogenareal. Diese verläuft bis über die Emme entlang der Zuchwilerstrasse überirdisch und verschwindet vis-à-vis der Solothurnstrasse in die Erde.

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