Biezwil
Wahlkampf mit acht Kandidierenden für fünf Sitze

Für die kommenden Gemeinderatswahlen in Biezwil haben sich mehr Kandidaten gefunden als Sitze zu vergeben sind. Dies ist aber nicht die Regel. Vor vier Jahren beispielsweise kam es zu stillen Wahlen.

Urs Byland
Merken
Drucken
Teilen
Die 75-jährige Rita Mosimann, Gemeindepräsidentin von Biezwil, will nochmals zwei Jahre anhängen.

Die 75-jährige Rita Mosimann, Gemeindepräsidentin von Biezwil, will nochmals zwei Jahre anhängen.

Rahel Meier

Eine Gemeinderatswahl an der Urne ist für Biezwil nicht die Normalität. Vor vier Jahren beispielsweise kam es zu stillen Wahlen. Dies haben Gemeindepräsidentin Rita Mosimann und Elisabeth «Lisi» Freudiger für den kommenden Wahlgang zu verhindern versucht. Ursprünglich sah es zudem so aus, dass von den aktuellen Gemeinderäten nur noch zwei weitermachen würden. Claudia Fringeli hat es sich dann aber wieder anders überlegt und wird nochmals antreten. Nicht mehr antreten werden von den Bisherigen Theo Studer und Bruno Ryser.

«Ich für die FDP und Lisi Freudiger für die SP wollten der Biezwiler Bevölkerung mehrere Kandidaten zur Auswahl stellen»,

erklärt Mosimann. Sie haben ihr Ziel erreicht. Für die Gemeinderatswahlen wurden zwei Listen eingereicht, aber ohne dass eine Parteizugehörigkeit deklariert wird. Je vier Kandidatinnen und Kandidaten stellen sich für die Überparteiliche Liste 1 und die Überparteiliche Liste 2 der Bevölkerung zur Wahl. «Auf jeder Liste sind zwei Frauen und zwei Männer vertreten, und in beiden Listen hat es zwei Bisherige», erklärt Mosimann. Wobei einer der Bisherigen, Thomas Ritz, ein Wiedereinsteiger ist. Er sass bereits früher im Gemeinderat, nicht aber in der letzten Legislatur.

Ohne Bezug zu politischen Parteien

Die beiden Listen sollen ausgewogen sein, so Rita Mosimann, und der Grossteil der Kandidierenden habe keinen Bezug zu irgendeiner Partei. «Mit Ausnahme von mir. Wir haben sogar zwei Leute mehr gefunden, aber diese wollen erst bei der nächsten Wahl in vier Jahren kandidieren.»
Elisabeth Freudiger bestätigt, was Rita Mosimann sagt. «Wir haben schon gesteuert, aber nur ein wenig. Wählen werden immer noch die Biezwilerinnen und Biezwiler.» Wie am Ende dann das Resultat ausfallen wird, ob die drei Bisherigen und der Wiedereinsteiger einen Sitz erhalten, und wer den fünften Sitz holt, «werden wir dann sehen», so Freudiger. «Es freut mich auf jeden Fall sehr, dass wir in unserer kleinen Gemeinde Personen gefunden haben, die die Politik mitgestalten wollen.»

Wer angenommen hat, nun sei der Zeitpunkt gekommen, dass sich die 75-jährige Rita Mosimann aus der Gemeindepolitik zurückzieht, der irrt. «Ich werde noch die Hälfte der nächsten Legislatur bleiben und dann den Platz der Vizepräsidentin oder dem Vizepräsidenten überlassen», erklärt sie.
Es brauche sie noch für bestimmte Projekte, so Mosimann. Dabei gehe es in erster Linie um eine mögliche Fusion im Oberbucheggberg zwischen Biezwil, Lüterswil-Gächliwil und Schnottwil. «Für die Weichenstellung bringe ich am meisten Erfahrung mit. Eine mögliche Fusion soll neutral aufgegleist werden. Die Bevölkerung muss sauber darüber abstimmen können.»