Bucheggberg

Biezwil muss sich neu orientieren – und so sieht es sonst mit dem Gemeindepräsidentenamt aus

Bucheggberger Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten: Wer hört bei den Wahlen 2021 auf, wer will weitermachen? Eine Übersicht.

Erstaunlich stabil präsentiert sich die Situation in den Bucheggberger Dörfern ein Jahr vor den Wahlen der Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten. Natürlicherweise wollen vor allem die Ältesten das Präsidium weitergeben. Wenn auch nicht alle mit der gleichen Vehemenz. «In meinem Alter müsste ich schon längst sagen, es ist genug», erklärt Bernhard Jöhr, mit 75 Jahren schon reichlich vom Pensionsalter entfernt. Als er vor vier Jahren gewählt wurde, habe er gesagt, dass er nur eine Legislatur das Gemeindepräsidium von Messen führen werde. «Dumm ist nur, dass es mir gefällt. Wir haben auch ein Superteam.»

Er habe nun das Ziel, noch solange an der Spitze zu bleiben, bis die Ortsplanungsrevision aufgelegt werden kann. «Das geht aber über das Jahr 2021 hinaus.» Deshalb wolle er, falls er gewählt wird, wahrscheinlich noch eine halbe Legislatur absolvieren. «Natürlich werde ich aber sofort Platz machen, wenn sich eine jüngere Interessierte oder ein jüngerer Interessierter findet.»

Etwas jünger ist Biezwils Gemeindepräsidentin Rita Mosimann (1946). Sie wird im nächsten Jahr nicht mehr fürs Gemeindepräsidium, das sie seit 2006 besetzt, kandidieren. «Ich wollte ja schon früher gehen, aber dann ist ein Krankheitsfall eines Gemeinderates dazwischengekommen.» Mosimann ist gleichzeitig Präsidentin der FDP-Ortspartei: «Wir werden im Herbst die Wahl in Angriff nehmen und uns um eine FDP-Wahlliste bemühen.» Bisher habe man überparteilich eine Dorfliste organisiert, aber nach der noch nicht abgeschlossenen Auseinandersetzung um einen Schweinestall eines Biezwiler Landwirts gehe die FDP eigene Wege. «Ich gehe davon aus, dass sich für unsere Wahlliste Personen zur Verfügung stellen werden. Wir müssen die Biezwiler wieder für ihr Dorf aktivieren.»

Verena Meyer will zuerst Zusage vom Gemeinderat

Die drittälteste Bucheggberger Gemeindepräsidentin ist Verena Meyer (1960). Die Kantonsratspräsidentin hat aktuell wegen der Coronavirus-Krise viele Managementaufgaben zu erledigen. Dies neben ihrer Arbeit bei der Spar- und Leihkasse Bucheggberg. Sie habe bisher noch nichts zu ihrer Zukunft kommuniziert, würde aber gerne noch eine Legislatur anhängen. «Das muss ich aber zuerst im Gemeinderat abklären. Wir sind ein gut funktionierendes Team. Ich will dort nicht meine Meinung durchdrücken.» Meyer ist seit 2014, als zehn Gemeinden im Bucheggberg fusionierten, Gemeindepräsidentin der neuen Gemeinde Buchegg. Davor war sie bereits sechs Jahre Gemeindepräsidentin von Mühledorf.

Für die Bevölkerung würde Silvia Stöckli (1965) sich wünschen, dass diese unter mehreren Kandidaten auswählen könnte. Für sich selber weiss die Gemeindepräsidentin von Lüterswil-Gächliwil, dass sie nochmals antreten wird und eine zweite Amtsperiode machen will. «Jetzt weiss ich, wie es läuft», erklärt sie. Sie fühle sich wohl in der Rolle als Gemeindepräsidentin.

In Lüterkofen-Ichertswil hat Roger Siegenthaler (1966) noch viel vor. Der vor zehn Jahren ins Amt gewählte Gemeindepräsident denkt ans Kantonale Turnfest, aber auch an seine Verpflichtung als Präsident des Verbandes der Solothurner Einwohnergemeinden. Zudem stehe in der Verwaltung der Gemeinde eine Ablösung bevor. Die Gemeindeschreiberin wird pensioniert. «Die beiden Höchsten in der Gemeinde können nicht gleichzeitig von Bord gehen», ist er überzeugt. Also will er eine weitere Legislatur anhängen. «Die Arbeit macht auch Spass. Sie ist etwas vom Schönsten, das man tun kann.»

Auch Markus Menth (1969) will eine weitere Amtsperiode in Unterramsern regieren. Zumal er sich zum Präsidenten der Vereinigung der Bucheggberger Gemeindepräsidenten wählen liess und auch in den Vorstand der Repla sowie der Vereinigung der Solothurner Gemeinden. Er ist seit 2015 im Amt.

Die Jüngsten freuen sich auf weitere Jahre an der Spitze

Susanne Rufer (1971) ist seit bald einem Jahr Gemeindepräsidentin von Lüsslingen-Nennigkofen. «Da ist es schwierig, schon jetzt Bilanz zu ziehen», gibt sie zu bedenken. Dennoch sei sie im Moment davon überzeugt, dass sie wieder antreten wird. «Ich bin sehr motiviert und es ist eine spannende, vielseitige Arbeit.»

«Eine ist keine», sagt Schnottwils Gemeindepräsident Stefan Schluep (Jahrgang 1973). Er will eine zweite Legislatur anhängen, «sofern ich gewählt werde». Fehlt eine Gegenkandidatur, würde Schluep in stiller Wahl gewählt.

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