«Die Jahresrechnung sieht erfreulicher aus als auch schon», sagte Gemeindepräsidentin Rita Mosimann an der Gemeindeversammlung. «Zwar ist sie noch nicht tipptopp, aber wir sind auf dem richtigen Weg.» Bei einem Gesamtaufwand von 1,28 Millionen Franken ist der Aufwandüberschuss mit 10'399 Franken wesentlich kleiner als budgetiert. Gegenüber dem budgetierten Aufwandüberschuss von 130'867 Franken steht man um über 120'000 Franken besser da. Finanzverwalter Heinz Schaad erklärte: «Grund für die Besserstellung sind in erster Linie die Mehrerträge aus den Gemeindesteuern von Vorjahren.» Ausserdem seien in verschiedenen Bereichen Minderaufträge zu verzeichnen.

Während die Spezialfinanzierungen Wasser und Abwasser mit Ertragsüberschüssen schliessen, sei die Abfallentsorgung allerdings ein Sorgenkind. Dort resultiert erneut ein Aufwandüberschuss von 2582 Franken, der Bilanzfehlbetrag beläuft sich somit auf fast 4000 Franken. Seit 2008 besteht in diesem Bereich ein Bilanzfehlbetrag – doch laut HRM2 müsste der Bilanzfehlbetrag innerhalb von fünf Jahren abgetragen werden. Die Umweltkommission wird sich folglich auf das neue Budget hin mit einer Gebührenerhöhung befassen müssen.

Die Investitionsrechnung verzeichnet Nettoinvestitionen von 25 846 Franken, obwohl eigentlich keine Investitionen budgetiert waren. Die Anschaffung des Feuerwehrfahrzeuges sowie die Neufassung der Turnhallenquelle sind aufgrund von Verzögerungen in die Rechnung 2016 gelangt und basieren auf Verpflichtungen von Vorjahren.

Die 19 Stimmberechtigten – gemäss Rita Mosimann ein Rekordtief – genehmigten die Rechnung einstimmig. Der Aufwandüberschuss wird dem Eigenkapital belastet, welches sich somit auf 301'535 Franken vermindert.

Lättsmatt wird überbaut

Im Weiteren informierte der Gemeinderat, dass es auf der Lättsmatt, die im Rahmen der Ortsplanungsrevision eingezont wurde, vorangehe. Die Eigentümerschaft des Landes sei daran, einen Teil des Gebietes mit sechs Einfamilienhäusern zu überbauen. Bereits im Frühling 2018 möchte man mit dem ersten starten. Ausserdem plant dieselbe Eigentümerschaft im ehemaligen Bauernhaus am Schmittengässli sechs Wohnungen in verschiedenen Grössen.

Ebenfalls im Frühling 2018 könnte mit dem Bau von Fernwärmeleitungen gestartet werden, sofern genügend Interessenten vorhanden seien. Das Projekt Wärmeverbund wurde im Winter von der Bürgergemeinde in Angriff genommen, ein Informationsanlass dazu fand im Mai statt. Nun wird abgeklärt, ob genügend Interesse vorhanden ist. Anhand der Rückmeldung könne dann abgeschätzt werden, ob es sich überhaupt lohnt, diese Erschliessung mit Fernwärmeleitungen vorzunehmen.

Unter den Informationen aus der Bevölkerung sprachen gleich mehrere Anwesende die offenbar vorhandene Hundeproblematik an. Es gebe in der Gemeinde Hundehalter, welche ihre Hunde frei laufen lassen und deren Geschäfte nicht wegputzen. Gärten und Felder seien teilweise stark durch Hundekot verunreinigt. Die Umweltkommission erhielt deshalb den Auftrag, sich um diese Angelegenheit zu kümmern.