Ertragsüberschuss
Biberists Rechnung schliesst besser ab als erwartet

Dank der Besserstellung kann die Gemeinde Abschreibungen machen. Das Plus ist allerdings für den Präsident der Finanzkommission «kein Grund zur Euphorie», denn es konnten 3 Millionen Franken weniger an Investitionen getätigt werden.

Rahel Meier
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Gemeindehaus Biberist

Gemeindehaus Biberist

Solothurner Zeitung

Die Rechnung der Einwohnergemeinde Biberist schliesst mit einem Überschuss von 2,1 Mio. Franken. Budgetiert waren 0, 5 Mio. Verwaltungsleiter Stefan Hug stellte die Rechnung anstelle des erkrankten Bereichsleiters Finanzen im Gemeinderat vor. Er zeigte kurz auf, woher die Besserstellung rührt. So musste 2015 weniger Beitrag an die Spitex bezahlt werden.

Auch die Sozialhilfekosten scheinen sich, so Hug, einzupendeln. Die Ausgaben im Asylbereich waren höher als budgetiert, dafür wurden mehr Beiträge vonseiten des Kantons ausbezahlt.

Im Bereich Verkehr wurde weniger ausgegeben für die Strassenbeleuchtung, und es gab Mehreinnahmen durch die neu eingeführte Blaue Zone. Auch bei den Steuereinnahmen wurde mehr eingenommen, als budgetiert. Erfreulich sei dabei, dass es die Beträge der natürlichen und juristischen Personen seien.

Der Ertrag der Rechnung 2015 beläuft sich (vor Abschreibungen) auf 51,699 Mio. Franken, der Aufwand auf 47,525 Mio. Nach Abschreibungen ergibt sich ein Ertragsüberschuss von 2,154 Mio. Franken. Davon sollen 2,1 Mio. Franken in die Vorfinanzierung für die Schulbauten fliessen, der Rest ins Eigenkapital.

Der Selbstfinanzierungsgrad liegt für 2015 bei 90,2 Prozent, der Selbstfinanzierungsanteil bei 8,8 Prozent. Beide Werte sind genügend. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt Ende 2015 bei 1528 Franken. Wegen der anstehenden hohen Investitionen dürften sich dieser Wert wohl schon bald nach oben bewegen. Allerdings verfügt Biberist nach wie vor über ein Eigenkapital von 9,592 Mio. Franken.

Die Finanzkommission hat das Rechnungsergebnis zur Kenntnis genommen. Sie macht darauf aufmerksam, dass 3 Mio. Franken weniger an Investitionen getätigt wurden, als vorgesehen, was das Rechnungsergebnis etwas verzerre. «Das Rechnungsergebnis ist positiv, aber wir haben trotzdem keinen Grund zur Euphorie», so Zvezdan Sataric (Präsident Finanzkommission).

EVB wächst weiter

Die EVB ist auf Kurs. Aufgrund des warmen Wetters wurde 2015 weniger Strom verkauft als 2014. Der Energieabsatz der EVB liegt mit 12'298 MWh leicht über dem Vorjahr und der Stromabsatz ist um 1,5 Prozent gestiegen. Die Anzahl Kunden nahm von 1'966 auf neu 2'087 zu. Die beiden Photovoltaikanlage erzeugten 193 MWh. Geschäftsführer Peter Kofmehl und Verwaltungsratspräsident Per Just präsentierten die Zahlen im Gemeinderat. Sie konnten eine Abgabe von 540'000 Franken an die Gemeinde bekannt geben.

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