Biberist
Videoüberwachung für Schulhausareal wird geprüft

Der Gemeinderat Biberist hat sich über die Situation rund um die Schulhäuser Bleichematt und Mühlematt informieren lassen. Er hat die Verwaltung damit beauftragt ein Konzept und ein Reglement für eine Videoüberwachung auszuarbeiten. Wenn das Geschäft spruchreif ist, wird es erneut diskutiert.

Rahel Meier
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Im Zentrum der Drohnenaufnahme die Schulanlage Bleichematt/Mühlematt.

Im Zentrum der Drohnenaufnahme die Schulanlage Bleichematt/Mühlematt.

Oliver Menge

Der Gemeinderat Biberist liess sich an seiner letzten Sitzung über die Situation in Bezug auf Littering und Vandalismus rund um das Areal der beiden Schulhäuser Bleichematt und Mühlematt informieren.

Laut Auskunft von Gemeindepräsident Stefan Hug-Portmann zeigte sich dabei, dass nicht allen Gemeinderäten bewusst war, wie gravierend die Situation sich teilweise präsentiert. Insbesondere die beiden Hauswarte werden immer wieder beschimpft, teilweise sogar bedroht. Anhand von Beispielen zeigten sie das im Gemeinderat persönlich auf.

Nur mit Reglement

Der Gemeinderat hat der Verwaltung nun den Auftrag erteilt, zu prüfen, ob eine Videoüberwachung des Areals Sinn machen würde und wo Kameras aufgestellt werden müssten. Zugleich soll ein Reglement erarbeitet werden, ohne dass die Überwachung nicht bewilligt werden kann. Darin wird unter anderem geregelt, dass die Bilder der Kameras vor allem zur Identifizierung von Straftätern eingesetzt werden und dass sie in aller Regel nach 96 Stunden wieder gelöscht werden.

Die Installation der Kameras und der Verkabelung der Überwachungs- und Aufzeichnungsgeräte dürfte rund 14'000 Franken kosten. Sobald das Geschäft spruchreif ist, soll der Gemeinderat erneut darüber diskutieren.

Verschuldung nimmt bis 2026 zu

Der Gemeinderat hat zudem den Finanzplan für die Jahre 2022 bis 2026 beschlossen. Dies im Wissen, dass in den nächsten Jahren der durchschnittliche Selbstfinanzierungsgrad wohl nur bei rund 43 Prozent liegen wird. Vom Gemeinderat selbst würde eigentlich ein Wert von 50 Prozent gefordert.

Mit den vorliegenden Zahlen der Finanzplanung würde sich die Nettoschuld pro Einwohner bis 2026 auf rund 3905 Franken erhöhen. Das Eigenkapital sollte gleichzeitig auf einem doch recht hohen Niveau von 22 Mio. Franken bleiben.

Zahlen laufend überprüfen

Laut der Finanzkommission werden die Investitionen im laufenden Jahr unter Budget bleiben. Deshalb soll in einem Jahr die Staffelung der anstehenden Projekte überprüft werden. Es geht dabei in erster Linie um die ganz grossen Bauprojekte wie die Erweiterung des Werkhofschulhauses, mit der auch die Feuerwehr mehr Platz erhalten soll; den Ersatz des Kindergarten Grütt und die Erweiterung der Schulhäuser Bleichematt und Mühlematt, von der wiederum auch kids&teens profitieren soll.

Stiftungsräte für kids&teens gewählt

Weiter hat der Gemeinderat Sabine Bamberger (Lohn-Ammannsegg, Mitglied), Raffael Kurt (Mitglied), Katharina Leimer (Vertretung Schule) und Ines Stahel (Mitglied und vorübergehend Vertretung soziale Dienste) in den Stiftungsrat von kids&teens gewählt. Sie ergänzen Adrian Sigg und Myriam Schibli Gemmet, die als letzte Stiftungsratsmitglieder die Stellung gehalten haben.