Biberist
Im nächsten Frühling soll es neben der Bushaltestelle schön farbig blühen

Nachdem die Liegenschaft vis-a-vis des Coop in Biberist abgerissen wurde, soll dort nun eine Blumenwiese wachsen. Wegen des vielen Regens dürfte es aber etwas länger dauern.

Rahel Meier
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Gegen die Strasse hin sollen einheimische Sträucher den Platz etwas abschirmen.

Gegen die Strasse hin sollen einheimische Sträucher den Platz etwas abschirmen.

Hanspeter Bärtschi

In den letzten Wochen wurde beim Pärkli zwischen dem Coop-Kreisel, der Emme und der Neuquartierstrasse in Biberist gearbeitet. Nachdem die Abbruchliegenschaft fortgeräumt war, lag das Land für einige Zeit brach. Nun soll dort eine Blumenwiese wachsen.

Wasser macht Probleme

Gärtnermeister Beat David brauchte Geduld. «Normalerweise wird eine Blumenwiese im Frühling angesät», erklärt er. Aber da es im Mai praktisch ununterbrochen regnete, sei dies nicht möglich gewesen. Auch jetzt machen die Wassermassen Probleme und es hat sich ein kleines Seelein aufgestaut.

Beim Pärkli soll eine typische Magerwiese entstehen. Zuerst musste ein Unterboden eingearbeitet werden. An den Rändern, als Übergang zu den Fusswegen ist der Boden etwas fetter. «Dort gibt es einen sogenannten Blumenrasen.»

Mehr als 40 standortgerechte Pflanzen

Die Mischung die Beat David danach angesät hat, wurde ihm von einem Samenlieferanten empfohlen.

«Es sind über 40 Pflanzen drin. Einige Einjährige, vor allem aber Mehrjährige.»

Darunter sind unter anderem Schafgarbe, mehrere Kleearten, verschiedene Glockenblumen, Günsel und Esparsette

Bis die ersten Gräser oder Blumen sichtbar sind, dauert es aber. «Natur kann nicht im Rekordtempo aus dem Boden gestampft werden», zitiert er aus einem Merkblatt des Samenlieferanten. «Es dauert tatsächlich eine gewisse Zeit, bis die Weise richtig kommt.» Speziell sei, dass die Wiesen jedes Jahr anders aussehen würden.

Schrittweise Umgestaltung

In den letzten Jahren hat man in Biberist schrittweise damit begonnen, Flächen naturnah umzugestalten.

«Es ist heutzutage einfacher, dies den Einwohnern zu kommunizieren. Biodiversität ist ja in jeder Munde»,

meinte Beat David. Mit der Sanierung des Bleichemattschulhauses habe man beispielsweise alle Exoten in der Umgebung entfernt, bewusst keine Bodendecker mehr gepflanzt und einheimische Wildsträucher und Wildblumensamen verwendet.

Auch eine Blumenwiese müsse gepflegt werden. Wichtig sei vor allem der richtige Schnitt, so David. In der Regel mähe man zwei Mal. Ansonsten sind die Blumenwiesen aber pflegeleicht. Sie brauchen kein Wasser und vor allem auch keinerlei Dünger.