Biberist
Feuerwehr und Schule sollen bald mehr Platz erhalten

Ein Erweiterungsbau könnte die Platzprobleme lösen. Dafür werden die heutigen Unterkünfte für das Militär aufgelöst.

Rahel Meier
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Ein Anbau im Nordwesten könnte die Platzprobleme lösen.

Ein Anbau im Nordwesten könnte die Platzprobleme lösen.

Rahel Meier / Solothurner Zeitung

Die Biberister Feuerwehr braucht mehr Platz. Das ist schon lange bekannt. Nun gibt es eine Machbarkeitsstudie, die aufzeigt, wie im Werkhofschulhaus nicht nur für die Feuerwehr, sondern auch für die Schule mehr Raum geschaffen werden könnte. Der dritte Nutzer des Schulhauses, das Militär, hat aber künftig keinen Platz mehr.

Die Problematik im Werkhofschulhaus liegt darin, dass sich die Nutzungen der drei Gruppen teilweise überschneiden. Im Erdgeschoss liegt die Infrastruktur für die Feuerwehr. Das Militär nutzt die Unterschosse I, II und III, aber auch das Dachgeschoss. Dazwischen befinden sich im 1. Obergeschoss die Schulräume der Sekundarschule. Der Pausenplatz wird – tagsüber – von der Schule und – meist abends – von der Feuerwehr genutzt.

Machbarkeitsstudie mit mehreren Varianten

Die Biberister Feuerwehr hat heute neun Fahrzeuge. Diese können aber nicht gleichzeitig ausrücken, weil nur fünf Tore vorhanden sind. Zwischen den Fahrzeugen sei kaum Platz zum Aussteigen. Ist das Militär einquartiert, muss die Feuerwehr Material aus dem Untergeschoss räumen und es im Erdgeschoss zwischenlagern. Die sanitären Einrichtungen und die Garderoben entsprechen nicht den gesetzlichen Vorgaben. Die Geschlechtertrennung fehlt gänzlich. Die bestehenden Duschen nützen Militär und Feuerwehr gemeinsam.

Berechnungen zeigen, dass die Feuerwehr rund 300 Quadratmeter mehr Platz braucht. Zudem müssen die Räume, die betrieblichen Abläufe und die Verkehrswege neu organisiert werden. In der Machbarkeitsstudie wurden mehrere Varianten aufgezeigt, mit denen die Platzverhältnisse im Werkhofschulhaus verbessert werden können. Die Lösung liegt in einem Anbau im Nordwesten.

Schulräume nützen der ganzen Sekundarstufe

Die Erweiterung für die Feuerwehr war im Gemeinderat unbestritten. Eine Mehrheit stellte sich auf den Standpunkt, dass mit dem Erweiterungsbau auch mehr Schulraum geschaffen werden soll. Da man «nie mehr so günstig» dazu komme. Über dem Erweiterungsbau für die Feuerwehr könnten zwei neue Klassenzimmer und zwei neue Gruppenräume realisiert werden. Mit den zusätzlichen Schulräumen hätte die Sekundarstufe I künftig genügend Räumlichkeiten und die Belegung der drei Oberstufen-Schulhäuser könnte optimiert werden.

Diskussionen gab es um den Raum für das Militär. Hier entschied sich aber eine Mehrheit dafür, dass die Räumlichkeiten aufgehoben und künftig anderweitig genützt werden sollen. Die Investitionen die getätigt werden müssten, wären im Vergleich zu den künftigen Einnahmen, die man durch die Einquartierung hat, zu gering.

Knapp 5 Mio. Franken Baukosten

Unbestritten war auch, dass das heutige Walmdach des Schulhauses erhalten werden soll. Es halte noch 15 bis 20 Jahre. Die Kosten für den Erweiterungsbau werden mit 4,75 Mio. Franken angegeben. Die SVP wollte das Geschäft rückweisen und wissen, wie viel es kosten würde, das Werkhofschulhaus abzureissen und einen Neubau zu erstellen. Laut Beat Affolter wurde dies im Jahr 2013 bereits gerechnet, und man kam damals auf einen Betrag von über 20 Mio. Franken.

Die Arbeitsgruppe, die für die Planung rund um das Werkhofschulhaus eingesetzt wurde, soll ihre Arbeit nun aufgrund der Entscheide des Gemeinderates fortsetzen und die nächste Phase vorbereiten.