Biberist
«Es gab einen lauten Knall und das Bord begann abzurutschen»: Anwohner schildert, wie er den Wasserrohrbruch erlebte

Der Biberister Peter Murri bemerkte Wasser auf der Strasse vor seinem Haus und meldete dies sofort dem Notruf.

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Lea Durrer/Rahel Meier

Peter Murri hat den Hangrutsch hautnah miterlebt. Er sass am Dienstagabend, um 17.45 Uhr, mit einem Kollegen bei einem Bier auf der Terrasse vor seiner Liegenschaft an der Unterbiberiststrasse. «Irgendwann fiel mir das viele Wasser auf der Strasse auf. Es wurde immer mehr und mehr und lief bald wie ein Bach.»

Da habe er die Polizei alarmiert, die dann wiederum die Feuerwehr aufbot. Diese war laut Murri relativ schnell vor Ort, konnte aber den genauen Ort des Leitungsbruch nicht sofort lokalisieren. «Nach zirka 15-20 Minuten kam die Feuerwehr unten bei der Garage an der Poststrasse an und wenig später zu uns hoch», erzählt Murri, der seit 20 Jahren an der Unterbiberisterstrasse wohnt.

Glück hatte der Fahrer des Feuerwehrwagens, der sein Fahrzeug vor der Terrasse von Peter Murri abgestellt hatte. Er fuhr noch rechtzeitig weg. «Denn plötzlich gab es einen lauten Knall und dann begann das Bord wegzurutschen», erzählt Murri. Die Bäume verschwanden vor seinen Augen und schliesslich rutschte auch ein Teil der Strasse weg.

Peter Murri filmte das austretende Wasser:

Peter Murri

«Bis das Wasser abgestellt war, liefen Tausende von Litern aus», so Murri. Insgesamt sei das Wasser Fünfviertelstunden lang gelaufen. Die Leitung hatte eine Kapazität von über 4'000 Litern pro Minute.

Plötzlich sei aber alles sehr schnell gegangen. Ein Bagger wurde organisiert, die Unfallstelle abgesperrt und alle arbeiteten Hand in Hand um weiteres Ungemach zu verhindern. (rm)

Die Unterbiberiststrasse mit Loch.
14 Bilder
Der Hangrutsch kam bis auf die Poststrasse hinab.
Der Rohrbruch in Nahaufnahme.
Blick auf den Hangrutsch von Unten
Der Garten von Cecilia und Anton Kaiser ist komplett verwüstet - vom Pool ist nichts mehr zu sehen,
Das war mal ein schöner Sitzplatz.
Der liegende Kirschbaum stand mal an der Strasse oben.
Der Kirschbaum rutschte 30 Meter in die Tiefe
Der Schlamm bedeckt den Garten grossflächig. Der Dreck lief auch ins Haus.
Im Teich waren 25 Koi.
Auf diesem ehemaligen Rasen ist noch das Schildkrötenhäuschen sichtbar. Dieses wurde hierher geschwemmt.
Eine der beiden Schildkröten haben die Besitzer wiedergefunden.
An der Poststrasse konnte der Bus nicht mehr durchfahren. So sieht es aufgeräumt aus.
Die Schlammlawine kam auch in die Garage der Nachbarn.

Die Unterbiberiststrasse mit Loch.

Peter Murri

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