Biberist
Die Grünen holen zwei Sitze, SP und SVP verlieren einen Sitz

Der Gemeinderat Biberist rutscht leicht nach links. Die Bürgerlichen haben aber nach wie vor eine Mehrheit, CVP, FDP und SVP halten neu je zwei Sitze. Die SP bleibt die stärkste Kraft (3 Sitze) und die Grünen (2 Sitze) ziehen neu in den Gemeinderat ein.,

Rahel Meier
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Die Grünen können nicht nur im Wahlkampf Pflöcke einschlagen. Neu werden sie das auch im Gemeinderat machen.

Die Grünen können nicht nur im Wahlkampf Pflöcke einschlagen. Neu werden sie das auch im Gemeinderat machen.

Zvg

Die grüne Welle hat Biberist erfasst. Vor vier Jahren kandidierten die Grünen noch auf der Liste der SP und waren vier Jahre lang als Ersatzgemeinderäte tätig. Jetzt eroberte die Partei mit einer eigenen Liste auf Anhieb zwei Sitze.

Freude überwiegt

«Wir sind überwältigt und haben grosse Freude», erklärt Marta Weiss (Parteisprecherin). «Wir sind zudem froh, dass wir unsere Sitze nicht nur auf Kosten der SP geholt haben.» Allerdings sei bisher nicht ganz klar geworden, wie man es geschafft habe, der SVP einen Sitz abzujagen.

«Es wurden viele reine grüne Listen abgegeben. Das zeigt uns, dass es in Biberist ein grünes Wahlpublikum gibt.» Nun müsse die Partei sich beweisen und gute Leute in die Kommissionen delegieren. Da seien auch Fachleute gefragt. «Wir gehen jetzt Schritt um Schritt», so Weiss.

Grosse Enttäuschung

«Wir sind sehr enttäuscht über das Wahlresultat. Biberist hat einen Linksrutsch erlebt», kommentiert Sven Sataric den Wahlausgang. Die Bevölkerung werde mit den Konsequenzen leben müssen, meint er weiter.

Das Stimmvolk habe die Arbeit der SVP nicht honoriert. «Wir sind die bürgerliche Kraft in der Gemeinde. Darauf haben wir auch im Wahlkampf hingewiesen.» Die SVP habe insgesamt an Stimmen zugelegt. Trotzdem habe man einen Sitz verloren.

Nicht glücklich

Auch die SP hat einen Sitz verloren. «Wir sind nicht glücklich über den Sitzverlust. Wir sind auch nicht glücklich, dass keine der SP-Frauen gewählt wurde», meint SP-Wahlkampfleiter Benedikt Beer. Die Listenverbindung mit den Grünen sei aus strategischen Gründen gemacht worden. «Letztlich zählt aber nur unser Resultat.»

Einigermassen zufrieden

FDP und CVP konnten ihre Sitze halten. «Bei uns wurde es allerdings knapp», so CVP-Co-Parteipräsident Reto Schoch.

«Unsere beiden Frauen sind gut gewählt worden, das freut uns», meint FDP-Präsident Lukas Lohm. Er findet es aber schade, dass die SVP eine Zusammenarbeit verunmöglicht und sich als einzige bürgerliche Kraft in Biberist darstellt.