Biberist
Deutliches Ja in Biberist: Das Werkhofschulhaus wird erweitert und umgebaut

Der Kredit von 5,7 Millionen Franken war bei den Stimmberechtigten in Biberist unbestritten und wurde mit einem Ja-Anteil von 79,4 Prozent gutgeheissen.

Rahel Meier Jetzt kommentieren
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Das Werkhofschulhaus mit Feuerwehrmagazin wurde 1958 eingeweiht.

Das Werkhofschulhaus mit Feuerwehrmagazin wurde 1958 eingeweiht.

Rahel Meier

Grosse Freude bei den Exponenten von Feuerwehr, Schule und Gemeinde. Dass die Bevölkerung dem Kredit für die Erweiterung und den Umbau des Werkhofschulhauses mit Feuerwehrmagazin so deutlich zustimmt, wurde so nicht erwartet.

Die Stimmbeteiligung lag in Biberist bei 49,3 Prozent. 2816 Stimmzettel wurden abgegeben, 45 waren leer, zwei ungültig. 2199 Stimmberechtigte sagten Ja und 570 Nein. Dies entspricht einem Ja-Stimmen-Anteil von 79,4 Prozent.

Die Feuerwehr braucht dringend mehr Platz für ihre Einsatzfahrzeuge.

Die Feuerwehr braucht dringend mehr Platz für ihre Einsatzfahrzeuge.

zvg

Geduld brachte letztlich eine gute Lösung

«Ich bedanke mich bei der Bevölkerung» erklärte Feuerwehrkommandant Patrick Doppler, nachdem er vom Abstimmungsresultat Kenntnis genommen hatte. «Ich bin sehr froh, dass diese Hürde genommen wurde.» Eigentlich wollte Doppler das neue Magazin noch als Kommandant selbst einweihen. Da er aber Ende Jahr das Kommando abgibt, gibt er diese Aufgabe an seine Nachfolger weiter.

Dass die Feuerwehr mehr Platz braucht war schon lange bekannt. Als Stützpunktfeuerwehr (Typ 4 mit Sonderaufgaben) ist Biberist nach Solothurn, Olten und Grenchen eine der grössten Feuerwehren im Kanton und hat auch eine Anzahl grosser Fahrzeuge, wie beispielsweise das Hubrettungsgerät.

«Es hat sich aber gelohnt zu warten. Mit dem jetzigen Projekt bekommen wir eine gute Lösung und das ist das Wichtigste.»

Ähnlich äussert sich Gesamtschulleiter Thomas Weyermann gestern Nachmittag. «Mit der Erweiterung des Schulhauses können wir die Platzprobleme für die Oberstufe für die nächsten Jahre lösen. Zusätzlich wird das Werkhofschulhaus, das immer ein bisschen stiefmütterlich behandelt wurde, nun aufgewertet und ist damit gleichwertig wie das bereits sanierte Bezirksschulhaus.»

Provisorien werden unumgänglich

Auch die Platzprobleme in der Unterstufe werden schon bald zum Thema. Mit dem Budget 2022 wird der Gemeinderat Biberist über Provisorien für den Unterricht entscheiden. «So bekommen wir genügen Zeit, um die strategische Gebäudeplanung sauber weiterzuführen.»

Das Projekt

Anzahl Nutzer wird verkleinert

Das Werkhofschulhaus wurde in den Jahren 1957/58 erstellt und für verschiedene Nutzer konzipiert. Die damaligen Hauptnutzer waren die Feuerwehr, der Werkhof und die Schulen. Nach dem der Werkhof ausgegliedert wurde, wurden die Räumlichkeiten zusätzlich auch noch als Militärunterkunft genutzt. Seit der Erstellung wurde das Gebäude noch nie saniert. 

Nun soll an der nordwestlichen Fassade des Werkhofschulhauses eine Fahrzeughalle mit Waschraum und breiteren Toren angebaut werden. Damit wird künftig ein gleichzeitiges Ausrücken der Einsatzfahrzeuge ermöglicht. Ein neuer Zugang ermöglicht zudem das Einrücken ohne Störung der ausfahrende Einsatzfahrzeuge. Die bestehende Fahrzeughalle soll neu als Magazin genutzt werden. Der Sanitär- und Garderobenbereich wird ebenfalls erneuert und damit wird unter anderem auch die Geschlechtertrennung möglich.

Die Schule gewinnt mit dem Erweiterungsbau zwei Klassenzimmer, zwei Gruppenräume und ein Besprechungszimmer. 

Die Räumlichkeiten die heute von der Armee genutzt werden, sollen nach der Erweiterung einer neuen Nutzung zugeführt werden. Zusätzlich werden die verschiedenen Nutzungen im Gebäude entflochten. (rm)

Gemeinde geht den Weg nun weiter

«Ich bin erleichtert, dass das Ergebnis so deutlich ist», meint auch Gemeindepräsident Stefan Hug-Portmann. Das zeige, dass die Bevölkerung mit der neuen strategischen Gebäudeplanung einverstanden sei. Umbau und Erweiterung des Werkhofschulhauses seien der erste Schritt auf dem Weg, den man eben erst begonnen habe.

Offensichtlich sei auch der Umstand, dass Schule und Feuerwehr weiterhin unter einem Dach bleiben breit akzeptiert. Hug-Portmann hofft auf einen Baustart Ende 2022 oder dann sicher Anfang 2023.

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