Luterbach
Bevölkerung kritisiert die Aufhebung der Poststelle

Zur Aufhebung der Poststelle in Luterbach gingen 50 Schreiben aus der Bevölkerung ein. Der Gemeinderat will nochmals die Post kontaktieren. Auch über die Rössli GMBH und das räumliche Leitbild wurde diskutiert.

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Die Poststelle an der Bahnhofstrasse in Luterbach könnte geschlossen werden

Die Poststelle an der Bahnhofstrasse in Luterbach könnte geschlossen werden

Hanspeter Bärtschi

Gemeindeschreiber Ruedi Bianchi teilte mit, dass 50 schriftliche Reaktionen bezüglich Aufhebung der Poststelle eingegangen seien. Sie würden sich vor allem auf die Aufhebung des Postomates, die mangelhafte Dienstleistung, die unzweckmässigen Abläufe und die fehlende Privatsphäre auf der Postagentur beziehen. Die Stellungnahmen seien oft sehr kritisch ausgefallen, positive Rückmeldungen hätten Seltenheitswert. Die an der Aktion beteiligten Mitwirkenden würden «anonymisiert» eine Liste aller Schreiben erhalten. Die Gemeinde werde der Post schriftlich mitteilen, dass es Verbesserungen geben muss, besonders bei den Dienstleistungen der Agentur. Auch sollte die Aufhebung des Postomats überdacht werden.

«Rössli»-Darlehen genehmigt

Kurt Hediger (CVP) nahm in seiner Eigenschaft als Präsident der Finanzkommission Stellung zum Darlehensvertrag mit der Rössli GmbH. Diese GmbH wurde für die Übernahme des Restaurants Rössli durch die Gemeinde gegründet. Nach einigen rechtlichen Abklärungen könne er die Annahme des Vertrages empfehlen. Der Rat stimmt dem Vertrag ohne weitere Wortmeldung einstimmig zu.

Viele offene Fragen zum Leitbild

Zum Traktandum «Räumliches Leitbild» orientierten die Ortsplaner Reto Affolter und Ladina Schaller vom Büro WAM. Der Präsident der Planungs- und Umweltschutzkommission, Jürg Nussbaumer (FDP) führte durch die Vorlage und sie zur Diskussion. Zusammen mit den Ortsplanern wurden die Leitsätze zur räumlichen Entwicklung durchgearbeitet. Reto Affolter machte darauf aufmerksam, dass eine massvolle Verdichtung wünschenswert sei, dass man aber die Aufgabe richtig anpacken müsse. Der Gemeindepräsident Michael Ochsenbein ergänzte, dass eine Verdichtung dort, wo es notwendig ist, Neues ermöglichen müsse. Die CVP-Fraktion hatte einige Abänderungsanträge gestellt, welche diskutiert werden müssen.

Besonders der Vorschlag, regionale Veloschnellwege planerisch zu sichern, gab zu Diskussionen Anlass. Dabei geht es nicht um die touristischen Routen, sondern um den Alltagsverkehr. Es werden Wege gewünscht, welche eine Alternative zum Auto darstellen und die Velofahrer schnell von A nach B bringen. Der Gemeinderat beschloss, die Leitsätze an die Planungs- und Umweltschutzkommission zur Überarbeitung zurückzugeben. Es wird eine dritte Lesung im Gemeinderat folgen. (mgt/uby)

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