Der Start des Trails war im deutschen Berchtesgaden, das Ziel dann im österreichischen Maria Alm, am sogenannten Steinernen Meer. Die Bellacherin musste vier Tage lang je zwischen 25 und 43 Kilometer zurücklegen. Neben der sportlichen Herausforderung, die solch ein Etappenrennen im teils hochalpinen Gelände mit sich bringt, bot das Rennen aber auch etwas für die Sinne. Attraktive Landschaften, atemberaubende Aussichten und unvergessliche Naturerlebnisse in den schönsten Alpenregionen Deutschlands und Österreichs.

Ein Lauf mit höchstem sportlichen Anspruch, der bei strömendem Regen in Berchtesgaden begann. Von dort aus ging es nach Bad Reichenhall mit Zieleinlauf vor der legendären Alten Saline. Weiter nach Ruhpolding, und bei Temperaturen über 30 Grad Celsius über Weissbach bis nach Lofer im Salzburger Saalachtal in Österreich. Die vierte und letzte Etappe führte die Athleten über 43 Kilometer durch das landschaftlich einzigartige Steinerne Meer nach Maria Alm. Eine Strecke, die die bekannten Trailrunner Stephan Repke (alias Gripmaster) und Philipp Reiter (Sieger Salomon 4 Trails 2012, bekannt als der Zauberlehrling) eigens für die Teilnehmer designt hatten.

Dabei ging Kathrin Götz selbstverständlich nicht unvorbereitet an den Start. «Mein Ziel an diesem Wettkampf war, unter die besten fünf Frauen der Gesamtwertung zu laufen, dafür habe ich sehr viel investiert», sagte die 35-Jährige. So absolvierte sie jede Woche viele Trainingskilometer und Höhenmeter und bereitete sich mit den Läufen der Jura-Top-Tour (mehrere Podest-Plätze overall) und dem LGT-Alpin-Marathon (4. Rang overall Damen) intensiv vor.

Downhills technisch schwierig

Das notwendige Equipment für unterwegs wie warme und regendichte Ersatzbekleidung, das obligatorische Erste-Hilfe-Set inklusive Rettungsdecke mussten mit in den Lauf-Rucksack gepackt werden. Alpine Erfahrung, Trittsicherheit, Orientierungsfähigkeit bei schlechtem Wetter sowie eine gute gesundheitliche und ausdauersportliche Verfassung brachte die Bellacherin ohnehin mit. «Meine Erwartungen an das Rennen wurden voll erfüllt. Gut, dass ich die anspruchsvolle Strecke nicht unterschätzt habe; obwohl die Downhills teilweise technisch sehr schwierig zu laufen waren», erklärt Kathrin Götz: «Es war ein unglaubliches Erlebnis voller Emotionen.» Am Ende gab es neben der grossen Abschluss-Party das heiss begehrte Finisher-Shirt.

Für Kathrin Götz ging das Rennen auf; sie erreichte in der Gesamtwertung der Damen den hervorragenden 4. Rang und eine Gesamtzeit von 17.22 Stunden. Mit diesen Resultaten erreichte sie die beste Schweizer Platzierung des gesamten Rennens. (mgt)