Subingen
Besser als budgetiert: Statt einem Defizit gibt es einen Überschuss

Ab August 2018 soll die Bauverwaltung in Subingen mit einem höheren Pensum dotiert werden. Der Gemeinderat präsentierte ausserdem die überraschend gute Rechnung.

Rahel Meier
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Subingen hat im Plus abgeschlossen.

Subingen hat im Plus abgeschlossen.

Rahel Meier

Am 31. August 2018 wird Hans Ruedi Ingold als Bauverwalter pensioniert. Um den Übergang zu gewährleisten, hat sich der Gemeinderat bereits jetzt mit der Neuorganisation der Bauverwaltung befasst. Heute werden Bauverwaltung und Gemeindepräsidium von der gleichen Person ausgeübt, das soll geändert werden. Ebenso unbestritten war an der Sitzung im Gemeinderat, dass das Pensum auf 80 bis 100 Prozent aufgestockt werden soll.

Funktion noch offen lassen

Noch nicht entschieden hat sich der Gemeinderat, ob ein Bauverwalter oder eine Bauverwalterin eingestellt werden soll, oder ob eine Bausekretärin oder ein Bausekretär nicht die bessere Lösung wäre. «Wir möchten diese Frage im Moment bewusst offen lassen», erklärte Michael Kummli für die FDP-Fraktion. Wichtig sei es, eine gute Lösung für Subingen zu finden. Kummli war sich auch bewusst, dass egal mit welcher Lösung, weiterhin bei komplexen Fällen externe Hilfe nötig sei.

Im Weiteren hat der Rat ...

... die Gemeinderatswahlen und die Beamtenwahlen validiert und Vreni Zimmermann für eine weitere Amtsperiode als Gemeindeschreiberin gewählt;

... die Sitzverteilung in den Kommissionen belassen wie bisher, da sich an der Verteilung der Mandate im Gemeinderat nichts verändert hat. In der neu eingeführten Jugend- und Kulturkommission sollen die drei Parteien je drei Mitglieder stellen. In dieser Kommission gehe es nicht um politische Aufgaben, darum sollen Leute aufgestellt werden, die Freude an dieser Arbeit haben;

... erfreut zur Kenntnis genommen, dass Subingen ab Dezember bessere Busverbindungen erhält. Im Rahmen der Vernehmlassung zum Fahrplanentwurf 2018 bringt man aber erneut den Wunsch an, dass das Wasseramt auch in Richtung Nord-Süd, sprich von Deitingen nach Kriegstetten, erschlossen werden sollte. (rm)

SP- und SVP-Fraktion schlossen sich dem Votum Kummlis an. «Ich persönlich denke, dass ein Sekretariat die bessere Lösung ist», erklärte Hans Ruedi Ingold abschliessend. Einen wirklich guten Bauverwalter zu finden, der Subingen in- und auswendig kennt, sei fast unmöglich. Eine gute Bausekretariatsfachkraft hingegen sei eher da.

An der Gemeindeversammlung stellt der Gemeinderat den Antrag, den Stellenetat innerhalb der Verwaltung zugunsten der Bauverwaltung um 50 Prozent zu erhöhen. Danach soll ein Pflichtenheft für die neue Stelle erarbeitet und diese im Oktober oder November ausgeschrieben werden. «Wenn wir sehen, was für Bewerbungen wir erhalten, entscheiden wir uns für die neue Organisationsform.»

Einmalige Faktoren

Finanzverwalter Roland Kummli konnte am Donnerstagabend eine «fast zu gute» Rechnung für 2016 präsentieren. Statt eines Defizites von 699 880 Franken wird ein Ertragsüberschuss von 466'263 Franken ausgewiesen. Dies bei Einnahmen von 14,866 Mio. und Ausgaben von 13,898 Mio. Franken. Das gute Ergebnis sei einerseits auf höhere Steuereinnahmen zurückzuführen, diese liegen nämlich 667'000 Franken über Budget. Davon stammen laut Kummli 560'938 Franken von natürlichen Personen. «Erfreulich ist, dass sich der Steuerertrag der juristischen Personen erholt hat und sich bei rund 650'000 Franken einpendelt.»

Der Bereich Bildung schloss um 419'000 Franken und der Bereich Verkehr um 128'000 Franken besser ab, als budgetiert. «Wir hatten im Schulbereich einmalige zusätzliche Einnahmen.» Insgesamt seien 310'000 Franken einmalige Beträge, mit denen im nächsten Jahr nicht mehr gerechnet werden könne.

77'284 Franken dürfen zusätzlich abgeschrieben werden, die restlichen 388'979 Franken werden dem Eigenkapital gutgeschrieben. Die Spezialfinanzierungen stehen ebenfalls alle gut da, so Kummli.

Investiert wurde weniger als budgetiert, statt 1,016 Mio. Franken wurden nur 578'719 Franken ausgegeben. Die Minderausgaben seien grösstenteils auf Kreditübertragungen ins Jahr 2017 zurückzuführen. Diverse Projekte wurden zwar ausgeführten, konnten aber nicht per Ende Jahr abgerechnet werden.

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