Biberist

Besitzer wollte nicht so viel Weiss: Jetzt schmückt ein farbiger Baum die Fassade

Das Bild eines farbigen Baumes schmückt die Fassade.

Das Bild eines farbigen Baumes schmückt die Fassade.

Im Bleichenberg hat ein Mehrfamilienhaus-Besitzer seine Liegenschaft saniert. Nachdem das Gerüst entfernt wurde, kam ein Fassadenbild zum Vorschein.

Der grosse Baum an der Fassade des Mehrfamilienhauses im Bleichenberg fällt auf. Die farbigen Blätter leuchten intensiv. «Es hätte auch ein anderes Motiv sein können», erklärt Arnold Berger, mit seiner Familien-AG Besitzer der Liegenschaft. In den letzten Monaten wurde die Liegenschaft unter seiner Regie saniert.

«Ich habe schon einmal etwas Ähnliches gemacht, vor 35 Jahren in Zürich bei einem Haus am Albisriederplatz.» Im Gegensatz zu Biberist habe er dort aber kein Baugesuch für das Fassadenbild einreichen müssen. «Das Wandbild in Zürich sieht immer noch wie neu aus.»

Die weisse Fassade an seinem Haus im Bleichenberg habe ihn schon seit dem Kauf durch die Familien-AG gestört. «Dann habe ich mich an Zürich erinnert.» Die familieneigene Immobiliengesellschaft besitzt weitere Beteiligungen an Immobilien in der Schweiz, sowie Liegenschaften in Peru und Costa Rica.

Der 74-jährige Berger ist vor allem aufgefallen als Sammler von archäologischen Objekten. 1987 hat er zusammen mit seinem Sammlerkollegen die Stiftung Koradi/Berger gegründet, welche er nach wie vor präsidiert.

Die Stiftung wurde zugunsten des Archäologischen Instituts der Universität Zürich errichtet. Zu Weihnachten 2014 hat die Stiftung ihre kostbaren Schätze dem Institut geschenkt. Glanzstück der Schenkung ist eine fast 50 Zentimeter hohe Bronzefigur, die den altägyptischen Gott Amun-Re zeigt.

Den Baum an der Fassade im Bleichenberg hat Arnold Berger selber entworfen. Der Bündner betätigt sich selber als bildender Künstler und hatte auch schon Ausstellungen. «In Costa Rica male ich eher moderne Sachen, in Peru impressionistisch», erzählt er.

Weil er Naturschutzorganisationen unterstützt und in Peru ein Hilfsprojekt für Kinder ab 12 Jahren organisiert, denen die Natur näher gebracht werden soll, habe das Motiv des Baumes eine gewisse Bedeutung für ihn. «Ich konnte ja keinen Baum pflanzen, aber im nächsten Jahr will ich noch einen Garten gestalten», verspricht er.

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