Zuchwil
Beschwerden zu Blumenfeld-Gestaltungsplan wurden abgewiesen

Ein Jahr ist vergangen, seit in Zuchwil ein neuer Gestaltungsplan für den bestehenden «Mittleres Blumenfeld» aufgelegt wurde. Ein Baugesuch wurde bisher nicht eingereicht. Beschwerden blockieren das Vorhaben.

Urs Byland
Merken
Drucken
Teilen
Die Parzelle mit den Tannenbäumen im Hintergrund bleibt Freifläche

Die Parzelle mit den Tannenbäumen im Hintergrund bleibt Freifläche

Urs Byland

Vor einem Jahr lag der Teilzonen- und Gestaltungsplan Blumenfeld auf. Mit diesem sollten zwei Parzellen zwischen dem Gartenstrasse und dem Narzissenweg aus dem speziellen Bebauungsplan Mittleres Blumenfeld (aus dem Jahr 1968) herausgelöst werden. Der alte Bebauungsplan wurde in Teilbereichen realisiert. Die Parzellen GB Nr. 1671 und 1624 blieben bis heute unbebaut.

Ursprünglich war vorgesehen, auf der Parzelle Nr. 1671 (628 m2) einen eingeschossigen Bau (Laden oder Restaurant) und auf der anderen Parzelle (5355 m2) ein eingeschossiges Sockelgeschoss (max. 1300 m2) mit einem 12-geschossigen Hochhaus zu realisieren. Parzelle Nr. 1671 wurde im Übrigen von der Liegenschaft Nr. 1623 abparzelliert, gehört aber nach wie vor der Stockwerkeigentümerschaft von Nr. 1623.

Lange ist es ruhig geblieben um den neuen Teilzonen- und Gestaltungsplan Blumenfeld, der die Parzelle Nr. 1671 als Grünbereich vorsieht und auf der Parzelle Nr. 1624 je einen vier- und fünfgeschossige Zeilenbauten ermöglichen würde. Beschwerden zu den Plänen verzögerten das Verfahren. Nun liegt ein Entscheid des Regierungsrates vor.

Demnach haben Anrainer zwölf gleichlautende Einsprachen eingelegt. Dabei geht es in erster Linie um die kleinere Parzelle 1671. Die Beschwerdeführer rügen eine ungenügende Mitwirkung, weil die Gemeinde ohne ihr Wissen ihr Grundstück in die Planung miteinbezogen hatte. Andererseits machen sie eine Wertminderung geltend.

Keine ungenügende Mitwirkung

Zur Mitwirkung hält der Regierungsrat fest, dass zumindest die Grundeigentümer im Perimeter des neuen Gestaltungsplanes im Rahmen der Mitwirkung anzuhören seien. Ein Kontakt zwischen Planungsbehörde und Beschwerdeführer habe unbestritten stattgefunden. Deshalb – und weil Planungen grundsätzlich in öffentlichen Gemeinderatssitzungen behandelt werden, über die in den Medien berichtet wird, könne eine ungenügende Mitwirkung nicht geltend gemacht werden, so der Regierungsrat.

Auch in Bezug auf eine befürchtete Wertverminderung stützt der Regierungsrat die Beschwerden nicht. Auf der Parzelle Nr. 1671 könne laut alten Sonderbauvorschriften nur ein eingeschossiger Bau realisiert werden, der aber keine selbstständige Bedeutung habe. Er müsse planerisch im Zusammenhang mit der Ausführung des ursprünglich geplanten Sockelbaute mit Hochhaus auf der Parzelle Nr. 1624 gesehen werden und sei als Bonus zu verstehen. Denn mit der Baute auf Parzelle Nr. 1623 sei die zulässige Ausnutzung auf der Parzelle 1671 bereits konsumiert worden. Die nachträgliche Abparzellierung mache keinen Sinn, weil mit den Grenzabständen auch kaum Sinnvolles gebaut werden könnte. Die vorgesehene Freihaltung der Parzelle mache deshalb Sinn. Gegen diesen Beschluss kann Beschwerde beim Verwaltungsgericht eingereicht werden.