Schon im Februar hat der Regierungsrat drei Einsprachen gegen die kantonalen Erschliessungspläne für die Kriegstettenstrasse und Gerlafingenstrasse abgelehnt. Die Planung war aber noch nicht rechtskräftig, weil zwei Parteien vor Verwaltungsgericht zogen.

Wie zu erfahren ist, sind die beiden Beschwerden nun aber vom Tisch. Das Verwaltungsgericht ist mangels Vorschussleistung nicht darauf eingetreten.

Die Erschliessungspläne betreffen die Kriegstetten- und die Gerlafingenstrasse, Abschnitt Grüttbach bis Grüttstrasse (Teil West), Abschnitt Grüttstrasse bis Bolacker (Teil Ost), sowie den Rad- und Fussweg, Abschnitt Sportstrasse bis Finkenweg in Gerlafingen und Obergerlafingen.

Mit den Erschliessungsplänen werden Massnahmen zur Erhöhung der Sicherheit für den Rad- und Fussverkehr im Rahmen des Agglomerationsprogrammes Solothurn umgesetzt. Die Bushaltestelle «Gerlafingen Fluryhof» wird neu gestaltet und im Bereich Bolacker eine zusätzliche Bushaltestelle errichtet. Südlich des Schulhauses Kirchacker wird im Abschnitt Sportstrasse bis Finkenweg ein Rad- und Fussweg erstellt. Damit kann eine Netzlücke geschlossen, und eine durchgehende Alternativroute zur stark befahrenen Kantonsstrasse angeboten werden.

Nach der öffentlichen Auflage gingen insgesamt drei Einsprachen ein. Auf eine der Einsprachen wurde nicht eingetreten, weil der Einsprecher laut Regierungsratbeschluss nicht zur Einsprache legitimiert ist. Bei der Einsprache ging es um die Ausgestaltung der neuen Bushaltestelle im Bolacker. Die zweite Einsprache ist für den Regierungsrat unbegründet und demzufolge abzuweisen. Der Einsprecher bemängelte die rückwärtige Führung des Radweges über den Einmündungsbereich des Bolackers und insbesondere die Tatsache, dass er dafür Land abgeben muss.

Die dritte Einsprache stammte von diversen Gewerbetreibenden aus dem Bolacker. Nach der Einspracheverhandlung ergaben sich Anpassungen im Erschliessungsplan. Die westliche Mittelinsel beim Knoten Gerlafingenstrasse/ Bolacker wurde um rund acht Meter nach Westen verschoben. Zudem wird neu der Einmünder des Bolackers in die Gerlafingenstrasse so ausgestaltet, dass nördlich des Fussgängerstreifens zwei Aufstellbereiche für Personenfahrzeuge vorhanden sind.

Schliesslich sollen auf dem kantonseigenen Grundstück GB Obergerlafingen Nr. 1345 vier Bäume zur Gestaltung der Ortseinfahrt gesetzt werden. Weiter wurde mit diversen betroffenen Grundstückeigentümern vereinbart, dass der östliche Teil des Warteraums bei der neuen Bushaltestelle Bolacker im Bereich des Grundstückes GB Gerlafingen Nr. 1426 um 0,5 auf 1,5 Meter verschmälert wird.

Nicht eingetreten wurde auf die Forderung, beim Bolacker einen Kreisel zu realisieren. Dies unter anderem auch, weil später die Nordumfahrung Gerlafingens gebaut werden könnte. Dann wäre der Kreisel im Bolacker falsch gelegen. (rm/rrb)