Kriegstetten

Beschwerden gegen das Alterswohnprojekt «Linde» wurden abgewiesen

Die Flachdächer der Neubauten für das Alterswohnprojekt «Linde» werden bemängelt.

Die Flachdächer der Neubauten für das Alterswohnprojekt «Linde» werden bemängelt.

Der Kriegstetter Gemeinderat will weiter Flachdächer im Gestaltungsplan für das Alterswohnprojekt «Linde» ermöglichen.

Erneut diskutierte der Gemeinderat den Gestaltungsplan für das Alters-Wohnprojekt «Linde», gegen das zwei Einsprachen eingegangen waren. Gemeinderat Rémy Wyssmann setzte sein rätliches Kollegium aus juristischer Sicht ins Bild. «Wir haben uns lange und sorgfältig mit diesem Bauvorhaben beschäftigt, eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die Bevölkerung breit informiert und Zustimmung in der Vorprüfung durch den Kanton erhalten.»

Die beiden Einsprachen betreffen laut Wyssmann ein ästhetisches Problem. Das geplante «Linde»-Flachdach passe gemäss Sicht der Nachbarn nicht in die dörfliche Kernzone mit der Kirche gegenüber. Einstimmig lehnte der Gemeinderat die Beschwerde ab, entzog ihr gleichzeitig die aufschiebende Wirkung und verwies die Einsprecher an den Regierungsrat als nächste Instanz mit Hinweis auf die Frist von 10 Tagen.

Wirksamer öffentlicher Auftritt

Die vielfältigen Möglichkeiten der Kommunikation in der 1300-Seelen-Gemeinde sind ein Thema, in das der neu zusammengesetzte Gemeinderat frischen Wind bringen will. Beibehalten wird das Info-Blatt, das zweimal jährlich zusätzlich zu den Botschaften zur Gemeindeversammlung erscheint. Gemeindepräsident Simon Wiedmer lud alle Ressorts ein, sich für die nächste Ausgabe im Oktober Gedanken über Mitteilungswerte zu machen.

Zudem soll der Homepage, für die bereits Kostenvoranschläge vorliegen, zu einem modernen Erscheinungsbild verholfen und sie soll mit Links versehen werden. «Wir möchten gerne alle Altersgruppen erreichen», unterstrich Gemeindeschreiberin Margrit Jäggi. Gemeindevizepräsident Roger Schneider regte an, auch einen für die junge Generation interessanten Facebook-Account zu nutzen, um öffentlich wirksam aufzutreten.

Sport und Gemeinschaftspflege

Gemeinderätin Ruth Studer, zuständig für Kultur und Soziales, liegt es am Herzen, mit der in zahlreichen Gemeinden erfolgreich durchgeführten Veranstaltung «schweiz.bewegt» nicht nur sportlich unterwegs zu sein, sondern vor allem «Gemeinschaftspflege» zu betreiben. Interessante Angebote könnten alle Altersstufen im Dorf zusammenbringen. Sie will im November im Rahmen des Vereinskonvents informieren, aktive Vereine zur Mitwirkung gewinnen sowie Zeit und Kosten zusammenstellen. Im Dezember will der Gemeinderat dann über die mögliche Durchführung im Mai 2018 entscheiden.

Aus dem Bildungsressort orientierte Edith Kunz, dass im Rahmen der Gemeinsamen Schule Halten, Oekingen, Kriegstetten (HOEK) über eine Fortsetzung der Jugendarbeit diskutiert werde. Nach dem Austritt der Gemeinde Kriegstetten aus dem HOEK-Zweckverband hat eine interkommunale Arbeitsgruppe neue Statuten erarbeitet, die der Gemeinderat nach erfolgter Vorprüfung durch den Kanton einstimmig zuhanden der Gemeindeversammlung verabschiedete.

Kunz warb im Rat dafür, trotz einer Zuwendung im Jahr 2017 für Renovationen in Höhe von 1500 Franken an das Museum «Turm in Halten» den Jahresbeitrag von 200 Franken zusätzlich an diese wichtige regionale Einrichtung zu überweisen. Diesmal aber sah die Ratsmehrheit davon ab. Grundsätzlich will der Rat die finanzielle Förderung von
Vereinen im Sinne der Gleichbehandlung diskutieren.

Gemeinsame Verwaltung

Der mögliche gemeinsame Verwaltungssitz in der Raiffeisenbank beschäftigt die beiden Nachbargemeinden Halten und Kriegstetten weiterhin. Im Oktober sollen alle Grundlagen vorliegen, wie mit dem möglichen Kauf und Umbau der Liegenschaft zu verfahren ist. Die Budget-Gemeindeversammlung wird sich zwischen mehreren Varianten entscheiden können.

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