Baugesuch
Beschwerdeführerin aus Lüterkofen blitzt vor Bundesgericht ab

2016 wurde gegen das Baugesuch zweier Einfamilienhäuser auf der Parzelle GB Lüterkofen Nr. 1496 eine Beschwerde eingereicht. Die Beschwerde wurde sowohl vom kantonalen Bau- und Justizdepartement wie auch vom Verwaltungsgericht abgelehnt. Nun musste das Bundesgericht abschliessend über das Baugesuch entscheiden.

Rahel Meier
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Das Bundesgericht lehnte die Beschwerde gegen das Baugesuch ab. (Symbolbild)

Das Bundesgericht lehnte die Beschwerde gegen das Baugesuch ab. (Symbolbild)

Keystone/LAURENT GILLIERON

Die Eigentümerin der Parzelle GB Lüterkofen Nr. 1496 wollte auf ihrem Grundstück zwei Einfamilienhäuser bauen. Im April 2016 bewilligte die Bau- und Werkkommission von Lüterkofen-Ichertswil das Baugesuch. Gleichzeitig wurde eine Beschwerde gegen das Baugesuch, in welcher eines der beiden Gebäude gänzlich abgelehnt wurde, teilweise gutgeheissen.

Das monierte Gebäude soll rund eineinhalb Meter nach Norden verschoben werden. Die Beschwerdeführerin war mit diesem Entscheid aber noch nicht zufrieden und gelangte an das kantonale Bau- und Justizdepartement.

Dieses lehnte die Beschwerde ebenso ab, wie anschliessend das Verwaltungsgericht. Nun musste das Bundesgericht abschliessend über das Baugesuch entscheiden.

Wie das Reglement auslegen?

Streitpunkt war Paragraf 2 Absatz 3 des kommunalen Zonenreglements der Gemeinde Lüterkofen-Ichertswil. Dort heisst es: «Die Bauten auf der Parzelle GB Nr. 1496 haben folgende Anforderungen zu erfüllen: Der heute prägende Dorfeingang mit dem Bauernhof auf der Parzelle GB Nr. 1411 und seiner Bepflanzung muss von der Kesslergasse aus (von Westen herkommend) ganzheitlich ersichtlich sein. Die Bauten müssen im nördlichen Teil der Parzelle erstellt werden. Die Bepflanzung im südlichen Teil der Parzelle muss im Sinne einer Hofstätte erstellt werden.»

Die Beschwerdeführerin rügte, dass der Paragraf willkürlich angewandt wurde. Sie machte weiter geltend, dass man mit «dem nördlichen Teil der Parzelle» maximal die nördlich gelegene Hälfte meine und damit eine Bebauung in der südlichen Hälfte ausgeschlossen sei. Das vorgesehene Gebäude B rage aber in den südlichen Teil hinein, wodurch das Zonenreglement verletzt werde.

Sicht auf Haus bleibt erhalten

Die Vorinstanz war davon ausgegangen, dass der Wortlaut des Zonenreglements nicht die genau Halbierung der Parzelle in einen Nord- und Südteil verlange. Die Auslegung der Bestimmung zeige, dass der Paragraf bezwecke, die Sicht auf das Bauernhaus, insbesondere dessen Dach zu gewährleisten. Das Bauprojekt beinträchtige die Sicht nicht, weshalb die Baubewilligung zu Recht erteilt worden sei.

Das Bundesgericht stützt diese Ausführungen und lehnt die Beschwerde ebenfalls ab. Die Beschwerdeführerin muss zudem die Gerichtskosten von 2000 Franken, sowie eine Entschädigung in der Höhe von 1500 Franken an die Beschwerdegegnerin bezahlen.