Die Spaziergänger rund um den Burgäschisee freuts. Seit einigen Tagen ist der Holzsteg auf der Nordseite, zwischen dem Erlenwäldli und dem Dornackerbächli, begehbar und wird fleissig genutzt. Der Steg wurde in Zusammenhang mit der Renaturierung des Aeschimoos erstellt. Allerdings konnte das Bauwerk im letzten Herbst, trotz der langen Trockenperiode, nicht wie geplant erstellt werden.

Lieferanten und danach das Wetter spielten beim Bau Streiche. Gegen 200 Pfähle aus unbehandeltem Weisstannenholz wurden für den Steg in den Boden gerammt. «Diese Pfähle konnten nicht rechtzeitig geliefert werden», so Jonas Lüthy (wissenschaftlicher Mitarbeiter Amt für Raumplanung).

Das war insofern ärgerlich, als der Flurweg einige Meter weiter nördlich bereits aufgehoben worden war. Wer rund um den See laufen wollte, bekam entweder dreckige Schuhe oder musste einen Umweg machen. Ende Februar, als der Boden gefroren war, begann man endlich mit dem Pfählen. Weil schon bald wieder Tauwetter einsetzte, gab es trotzdem einige Flurschäden auf den Wiesen. «Die Instandstellung haben wir mit den Landwirten bereits geregelt», so Lüthy.

Er freut sich trotz dieser Missgeschicke über den Holzsteg und den neuen Spazierweg, der jetzt viel näher am See entlang führt und auch einen besseren Blick in das Biotop am Seeufer ermöglicht. Der Steg ist nur rund 60 Zentimeter über Boden, damit kein Geländer erstellt werden musste. So ist er von Weitem kaum zu sehen und verschmilzt beinahe mit der Landschaft.

Das Aeschimoos soll gezielt wieder vernässt werden, damit sich der Torfboden erholen kann. Dies ist möglich, weil sich die fünf dafür am besten geeignete Parzellen in der Hand des Kantons befinden. Auf diesem Land wurden die Drainagen aufgehoben. Erste Erfolge sind sichtbar: Nahe der Hornusserhütte hat sich ein kleiner See gebildet. Laut Lüthy war das Landwirtschaftsland an dieser Stelle im Winter immer vernässt. Aber das Wasser bleibe nun länger liegen als gewohnt.

Nach Ostern wird abgeschlossen

So kann die Torfzersetzung im Aeschimoos endlich gebremst werden. Diese führte zur Absenkung des Geländes, zur Überdüngung des Burgäschisees durch die freigesetzten Nährstoffe und zudem zur Freisetzung von Klimagasen. So käme schliesslich die weisse, unfruchtbare Seekreide zum Vorschein, die landwirtschaftlich nicht nutzbar ist.

In den nächsten Tagen und Wochen soll die alte Drainage, welche das Wasser von oberhalb durch das Aeschimoos hindurch ins Dornackerbächli führt, mit einer Inlinesanierung wieder instandgestellt werden. Damit wird sichergestellt, dass sich ausserhalb des genau definierten Projektperimeters keine neuen Vernässungen ergeben. Denn das Land rund um den Burgäschisee wird durch ansässige Landwirte genutzt.

Als Abschluss werden die Flur- und Fusswege im Perimeter des Aeschimoos alle saniert und aufgewertet. Die Stellen im Landwirtschaftsland, die wegen der Arbeiten aufgerissen werden mussten, werden mit einer speziellen, artenreichen Mischung wieder angesät. Damit kann die Biodiversität gefördert werden.