Langendorf
Bellacher Jugendliche sind im Jugendtreff nicht erwünscht

Jugendarbeiter Roland Vögeli informierte den Gemeinderat Langendorf zur Jugendarbeit. Mit Oberdorf und Rüttenen soll das weitere Vorgehen wegen dem sich abzeichnenden Vakuum in Sachen Jugendarbeit in Bellach geklärt werden.

Nadine Schmid
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Der «Träff» ist für die Dorfjugend sowie die Jugend von Rüttenen und Oberdorf reserviert.

Der «Träff» ist für die Dorfjugend sowie die Jugend von Rüttenen und Oberdorf reserviert.

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Langendorf will sich mit Oberdorf, Rüttenen und den beiden Kirchgemeinden betreffend Jugendarbeit an einen runden Tisch setzen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Per Ende Juni wird der Jugendtreff von Bellach schliessen. Ob es ein neues Angebot in diesem Bereich geben wird, steht noch nicht fest.

Die Langendörfer Jugendarbeit rechnet damit, dass die Bellacher Jugendlichen den Jugendtreff Langendorf aufsuchen werden. Die letzten Jugendtreffs versuchte gemäss Roland Vögeli bereits eine kleine Gruppe von vier Bellacher Teenagern zu besuchen, die mit dem Verweis auf den Gemeinderatsbeschluss weggeschickt wurden. Würde man einmal eine Ausnahme machen, spräche sich dies in Bellach herum und würde zu einem grösseren Andrang führen, so Vögeli.

Die Langendörfer Jugendarbeit bezieht bereits die Jugendlichen von Rüttenen und Oberdorf mit ein, für mehr Jugendliche sei keine Kapazität vorhanden.
Auch seien die Erinnerungen an die Eskalationen zwischen 2008 und 2009 in der öffentlichen Jugendarbeit Langendorfs noch sehr präsent. Damals war die Ausgangssituation ähnlich, sodass viele Bellacher Jugendliche zu den Langendörfern Jugendtreffs kamen, wo es zu Tumulten, ja gar Schlägereien kam. «Etwas Derartiges soll nicht wieder passieren», schloss Jugendarbeiter Roland Vögeli.

Zurück an den Absender

Mit der Verlängerung der Linie 2, wie sie die BSU beabsichtigt, ist der Gemeinderat nicht einverstanden und beschloss deshalb, zu einem späteren Zeitpunkt auf das Geschäft zurückzukommen. In der Zwischenzeit will man mit den Verantwortlichen in Kontakt treten und das Gespräch suchen. Die Linie soll den Anschluss zum Bellacher Bahnhof gewähren und für den Schülertransport Lommiswil zu Schulzeiten genutzt werden.

In Langendorf soll er bis ins Zentrum fahren und dort wenden und dabei das «Ladedorf» zusätzlich erschliessen. Daraus ergebe sich für Langendorf keinen Nutzen, so der Gemeinderat. Man sehe nicht ein, sich mit 20'000 Franken daran beteiligen zu müssen.

Dazu falle schwer ins Gewicht, dass die geplante Wendeschlaufe des Gelenkbusses im Dorfzentrum ein Risiko für andere Verkehrsteilnehmer und Passanten darstelle. Der Bus käme auch nur rund eine Minute nach der Linie 1 an. Deswegen möchte der Rat die BSU bitten, das Konzept noch einmal zu überarbeiten und die Anbindung an Rüttenen zu überprüfen: Damit würde der Wendepunkt in Langendorf wegfallen und auch ein Nutzen für das Dorf entstehen.

Postulat für Urnenabstimmung

Ratsstenogramm

Im Weiteren hat der Rat:

- beschlossen, dass die rund 80 Jahre alten Kabel unter dem Königshofweg von der Elektra zeitgleich zu den Erschliessungsarbeiten der Strasse an das Glasfasernetz durch die GAW verlegt werden sollen. Damit können Kosten gespart werden;

- Der Rat zeigte sich in seiner Vernehmlassung einverstanden mit dem Agglomerationsprogramm der dritten Generation. (nsg)

Der Gemeinderat fand die Diskussionsfrage spannend, kam jedoch zum Schluss, dass die jetzige Regelung ausreiche und erklärte das Postulat als nicht erheblich. Es gibt bereits die Möglichkeit, an der Versammlung eine Urnenabstimmung zu erwirken. Ein Drittel der Anwesenden muss für eine solche stimmen. Dazu kam das Argument, dass Projekte mit so hohen Geldbeträgen sehr selten sind und deswegen eine solche Regelung nicht gebraucht würde.