Damit folgt die Mehrheit des Gemeinderates dem aktuellen Gemeindepräsident Anton Probst, der auf Ende 2015 aus Altersgründen demissioniert. Er setzt sich für eine Entschlackung des Amtes ein. Wegfallen sollen die Verwaltungsaufgaben, die er noch von seinem Vorgänger übernommen hatte, wie beispielsweise die Verwaltung der gemeindeeigenen Liegenschaften. «Das Echo auf mein Ansinnen, das Gemeindepräsidium wieder in eine Situation der Normalität zurückzuführen, hat mich erstaunt», ging Anton Probst auf die Diskussionen im Vorfeld der Gemeinderatssitzung ein.

Er plädiere für ein Halbamt und damit dafür, dass die künftige Gemeindepräsidentin oder der künftige Gemeindepräsident einzig die politischen Aufgaben wahrnehmen muss. Die CVP votierte für ein Vollamt, weil man befürchtet, dass viele Kandidaturen wegen dem Stress, Beruf und Amt zu verbinden, wegfallen würden. Die Fraktion SP/Grüne schlug eine Bandbreite von 60 bis 90 Stellenprozenten vor. «Qualität geht vor Quantität», erklärte Felix Glatz-Böni.

Zuerst soll die Leistung der künftigen Gemeindepräsidenten geklärt werden, wozu nun die Zeit fehle. Deshalb der Vorschlag mit einer Bandbreite für das Pensum. «Mit der gewählten Person kann dann das Pensum definiert werden.»

Die bürgerliche Mehrheit setzte sich aber dezidiert für ein klares Pensum ein. Die wegfallenden Aufgaben sollen in der Verwaltung angesiedelt werden. In der entscheidenden Abstimmung siegte die bürgerliche Mehrheit bei einer Enthaltung mit 7 Stimmen FDP und der SVP gegen die 5 Stimmen der CVP, SP und Grüne.