Bellach
Neuer Wärmeverbund mit einheimischem Holz vorgestellt

Danke einem Wärmeverbund mit Holzschnitzelheizung kann Bellach jährlich zehntausende Liter Öl einsparen.

Lucilia Mendes Jetzt kommentieren
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Die neue Holzschnitzelheizung Bellach an der Friedhofstrasse wird eingeweiht. Im Bild: v,l.: Andreas Keel, Geschäftsführer Holzenergie Schweiz, Fritz Lehmann, Gemeindepräsident, Beat Heiniger, Präsident Bürgergemeinde, Thomas Studer, Revierförster Forstbetrieb Oberer Leberberg.

Die neue Holzschnitzelheizung Bellach an der Friedhofstrasse wird eingeweiht. Im Bild: v,l.: Andreas Keel, Geschäftsführer Holzenergie Schweiz, Fritz Lehmann, Gemeindepräsident, Beat Heiniger, Präsident Bürgergemeinde, Thomas Studer, Revierförster Forstbetrieb Oberer Leberberg.

Oliver Menge

Der auffällige Holzkubus zwischen dem Kindergarten Dorf und dem Friedhof in Bellach verbirgt im Innern eine Anlage, die als Aushängeschild für die Energiepolitik von Bellach bezeichnet werden kann: Die neue Holzschnitzelheizung ist das Kernstück des Wärmeverbundes - und ersetzt fünf Ölheizungen. An der Fassade wurde ein Schild befestigt, mit der Aufschrift «Wermi us üsem Waud» «Diese Anlage ist ein Bekenntnis zur erneuerbaren Energie und zur Region», so Bürgergemeindepräsident Beat Heiniger. Die Bürgergemeinde ist nicht nur Bauherr des abgeschlossenen Bauprojektes, sondern sie liefert auch die Holzschnitzel, die zur Betreibung der Heizanlage nötig sind.

«Wir heizen ausschliesslich mit Holz aus unseren Wäldern»,

erzählt Heiniger nicht ohne Stolz. Die Wärme, die in dem Holzkubus nicht nur produziert, sondern auch gespeichert wird, reicht für die Beheizung von diversen Gebäuden mit Zentrumsfunktion: Es sind dies das Schulhaus II inklusive Neubau, das Gemeindehaus mit der Poststelle, der Kindergarten Dorf und die Katholische Kirche und die dazugehörende Aufbahrungshalle sowie das Feuerwehrmagazin.

«Der bauliche und installationstechnische Aufwand war zwar beträchtlich, wenn man aber den weiten Zeithorizont dieses Objektes mit einbezieht und bedenkt, dass der Unterhalt für diese Heizung deutlich geringer ist, als bei Ölheizungen, dann war der Mehraufwand gerechtfertigt», so Gemeindepräsident Fritz Lehmann.

Er hat sich persönlich stark für diese Lösung eingesetzt:

«Einerseits, weil ich privat seit jeher mit Holz heize - und andererseits, weil es mir wichtig ist, dass unser Holz nicht ins Ausland transportiert und dort verarbeitet oder sogar verbrannt wird, sondern wir es hier nutzen.»

Auch die Zahlen sprechen für diese Anlage: Mit der Holzschnitzelheizung werden jährlich 60’870 Liter Heizöl eingespart und 106 Tonnen CO2 weniger produziert.

Grosses Interesse: Anlieferung von Holzschnitzeln.

Grosses Interesse: Anlieferung von Holzschnitzeln.

Oliver Menge

Zwischen der Einwohnergemeinde sowie der Bürgergemeinde wurden langfristige Verträge vereinbart, welche einerseits die Lieferung des Heizstoffes - also Holz - regelt und andererseits der Bürgergemeinde eine hohe Investitionssicherheit gewährt.

Die Anlage ist seit September in Betrieb und wurde am vergangenen Samstag offiziell der Bellacher Bevölkerung übergeben.

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