Bellach
Drei Ster Holz verbrannt: Hobby-Holzer setzte Belohnung aus – und kann Anzeige nun zurückziehen

Fremde haben Werner Bläsi Ende Januar drei Ster Holz geklaut und es verbrannt. Der Bellacher setzte sogar eine Belohnung für Hinweise aus. Zumindest ein Täter konnte identifiziert werden.

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Die gute Nachricht vorneweg: Zumindest ein Übeltäter konnte identifiziert werden. «Er war aber sicherlich nicht der Haupttäter hier», meint Werner Bläsi. Es seien wohl mehrere Personen beteiligt gewesen.

Doch was war geschehen? Grund für seinen Zorn und eine eingereichte Anzeige war eine Aktion Ende Januar. Unbekannte nahmen von Bläsis Holzbeige im Wald Scheite und machten damit ganz in der Nähe ein Feuer. Eine Bekannte hatte ihn informiert. Als er nachschauen ging, fand der Bellacher verkohlte Bleche vor. «Ich wollte eines hochheben», erzählt Bläsi gegenüber dem Sender TeleM1. «Es war ganz heiss. Darunter war noch Glut.»

Der Beitrag wurde vor rund 14 Tagen gedreht und am 21.Februar ausgestrahlt:

Die Kontrolle seines Holzlagers zeigte dann: Um die drei Ster Holz fehlten. «Das ärgerte mich enorm.» Bläsi kann darüber hinwegschauen, wenn jemand einmal ein oder zwei Scheite nimmt. Aber so viel? Das ging ihm zu weit.

Er informierte die Polizei; dokumentierte den Schaden. Auf dem Nachhauseweg konnte er schon Polizeibeamten beobachten, die offenbar jemanden aufgegriffen hatten. Es seien an jenem kalten Abend mehrere Gruppen im Wald unterwegs gewesen, erzählt Bläsi. Alle habe er angesprochen, alle hätten bestritten, Holz von der Beige genommen zu haben.

Belohnung ausgesetzt

Werner Bläsi selbst setzte eine Belohnung von 500 Franken für Hinweise zur Ergreifung der Täter aus. Als Denkzettel für Menschen, die sich nicht aufzuführen wüssten. Den Aufruf pinnte Bläsi an die Holzbeige. Und er landete auch auf Facebook in der Gruppe «Du bisch vo Bäuch wenn...». Dort wurde er rege geteilt.

Unterdessen konnte er dank Hinweisen zumindest einen Beteiligten ausfindig machen. Mit dessen Vater habe er sich geeinigt. Obwohl Bläsi weiss, dass die Haupttäter nicht gefasst wurden, sagt er auf Anfrage: «Für mich ist das nun erledigt.» Die bei der Polizei eingereichte Anzeige zieht er zurück. Bläsi hofft, dass das ein einmaliger Vorfall bleibt. (ldu)