Bellach
Das Rennen um das Gemeindepräsidium in Bellach ist eröffnet

Die FDP und SVP wollen das Gemeindepräsidium in der nächsten Legislatur besetzen.

Judith Frei
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Patrik Müller und Lea Schluep-Stüdeli aus Bellach wollen das Gemeindepräsidium in der nächsten Legislatur besetzen.

Patrik Müller und Lea Schluep-Stüdeli aus Bellach wollen das Gemeindepräsidium in der nächsten Legislatur besetzen.

zvg

Schon seit geraumer Zeit ist bekannt, dass es an der Spitze der Gemeinde Bellach einen Wechsel geben wird. Denn Gemeindepräsident Fritz Lehmann (SVP) stellt sich für die nächste Legislatur nicht mehr zur Verfügung. Was aber bis jetzt nicht klar war, wer sich für den Posten bewerben wird. Nun steht es fest: Es steigen zwei Kandidierende ins Rennen.

Diese Woche wurde Lea Schluep-Stüdeli von der FDP nominiert, und Patrik Müller hat es für die SVP auf das Amt abgesehen. Lange Zeit ist die FDP davon ausgegangen, dass Beat Späti für das Amt kandidieren wird, doch seit diesem Frühling ist er neben dem Gemeinderat auch noch im Kantonsrat. Daher stellte er sich nicht mehr zur Verfügung. «Als es klar wurde, dass Beat Späti nicht kandidieren wird, habe ich mir zum ersten Mal überlegt, mich aufstellen zu lassen», erklärt Lea Schluep-Stüdeli. Auf eine «Kampfwahl» gegen einen amtierenden Gemeindepräsidenten hätte sich die 40-Jährige nicht eingelassen.

«Es ist ein guter Zeitpunkt für mich, und das Gemeindewesen hat mich schon immer fasziniert»,

erklärt die gelernte Kauffrau.

Sie hat in Oberdorf auf der Gemeindeverwaltung ihre Lehre gemacht. Seit 2017 sitzt sie im Bellacher Gemeinderat. «Ich kenne die Verwaltung und auch die politische Seite einer Gemeinde», sagt sie. Sie ist in der Arbeitsgruppe Kita und Tagesstrukturen, und auch als Gemeindepräsidentin will sie sicherstellen, dass Familie und Beruf besser vereinbar sind, und die Schulraumplanung voranbringen. Neben ihrem politischen Engagement arbeitet die zweifache Mutter bei den Solothurner Wanderwegen.

Positives Zeichen, dass zwei Personen kandidieren

Den frei werdenden Gemeindepräsidiumssitz will die SVP aber nicht kampflos abgeben: Gemeinderat Patrik Müller will der Nachfolger von Lehmann werden. «Ich will die Chance nutzen, da das Amt frei wird», erklärt der gelernte Elektroinstallateur. Es ginge ihm aber vor allem darum, dass die Interessen von Bellach wahrgenommen werden. In diesem Sinne meint der 34-Jährige:

«Es ist ein positives Zeichen, dass gerade zwei junge Personen sich auf das Amt bewerben.»

Als Gemeindepräsident werde er bestimmt nicht die ganze Gemeinde «umkrempeln». «Ich werde als erstes die Schulraumplanung in die Hand nehmen», sagt er. Das sei das nächste grosse Geschäft, das anstehe. Müller ist Präsident der örtlichen SVP und arbeitet neben der Politik als Filialleiter der Rohn Elektro-Unternehmen AG.

Keine Kandidatur von der SP und den Grünen Aus dem links-grünen Lager wird sich niemand aufstellen. «Wir sind froh, dass Bellach eine Wahl hat», erklärt Heli Schaffter, Präsidentin der Sozialdemokraten. Mit der Kandidatur von Lea Schluep-Stüdeli sei eine Kandidatin aufgestellt worden, «die Bellach weiterbringt», erklärt Felix Glatz-Böni von den Grünen weiter: «Es geht ja schliesslich um das Dorf, da ist die Parteizugehörigkeit sekundär.» Dass sich aus dem linken Lager niemand aufgestellt hat, sei mit der geringen Erfolgschance zu erklären. «Bellach ist ein konservatives Dorf, das zeigt sich bei den Wahlen immer wieder», so Glatz-Böni. Wer in Zukunft das höchste Amt in Bellach belegt, wird sich bei den Wahlen am 26. September zeigen.