Nachwuchsprobleme bei der Musikgesellschaft sowie allgemein geringer werdendes Interesse an der Musikschule – der Deitinger Gemeinderat will etwas unternehmen, um das Musizieren im Dorf wieder zu fördern. Verschiedene Versuche seien hierfür bereits unternommen worden, ohne dass diese jedoch gefruchtet hätten.

Der Gemeinderat möchte daher das neues Modell «Verein Musikschule Deitingen» prüfen lassen. Dieses sieht vor, dass alle musikalischen Bereiche in einem Verein unter einen Hut gebracht werden und dieser einen Leistungsauftrag von der Gemeinde erhält. Ein solches Konzept haben bereits die Gemeinden Wolfwil und Fulenbach erfolgreich eingeführt.

Muss für alle stimmen

Die Idee aufgeworfen hatte ursprünglich die Musikgesellschaft Deitingen nachdem das Projekt «Bläserklassen» keinen Nachwuchs hervorbrachte. Nach ersten Gesprächen, welche Vertreter des Gemeinderates mit der Musikschule geführt haben, zeigte sich auch diese dem neuen Projekt gegenüber grundsätzlich positiv. Trotzdem, die grössten Sorgen gehen nach wie vor von der Lehrerschaft aus.

Gemeindepräsident Bruno Eberhard (CVP) beschwichtigt: «Wir wollen etwas Gutes machen, das für alle Beteiligten stimmt! Für die Musiklehrer würde sich bei diesem Modell kaum etwas ändern, denn diese würden eins zu eins transferiert». Das Ziel, so Eberhard weiter, sei organisatorischer und qualitativer Natur, um ein neues Gefäss zu schaffen, in dem sämtliches Musizieren im Dorf von einer Stelle aus koordiniert und professionell geführt werden kann.

Entschieden ist bis jetzt jedoch noch nichts. Ressortchef Martin Joss (CVP) wird an einer kommenden Sitzung mit einem Antrag über das weitere Vorgehen vor den Gemeinderat treten. Sollte das Projekt sämtliche Hürden meistern, so ist geplant, dass der neue Verein im Idealfall auf Beginn des nächsten Schuljahrs 2019/20 seine Arbeit aufnehmen kann.

Mehr Zeit nötig

Die Gemeindepräsidentenkonferenz hat im Vorfeld entschieden, dass für das Projekt zur Neustrukturierung der Wasserversorgung keine Dringlichkeit besteht und wird den Vorstand des Zweckverbandes «Wasserversorgung äusseres Wasseramt» damit beauftragen den Zeitplan zu lockern. Grund dafür ist, dass der Fahrplan 2019 zu sportlich angesetzt wurde.

Mit dem neuen Ziel auf Anfang 2020 soll gewährleistet werden, dass in allen Gemeinden eine saubere Vernehmlassung stattfinden kann. Um sich nicht selber unnötig unter Druck zu setzen beschloss der Gemeinderat daher, nach Rücksprache mit dem Zweckverbandspräsidenten Peter Baumgartner sowie den Deitinger Delegierten, das Geschäft vorläufig zurückzuziehen.

Zahlung für ein Jahr aussetzen

Aufgrund der schlechten finanziellen Lage legte der Finanzausschuss dem Gemeinderat nahe, von Paragraf fünf der Vereinbarung zur Kostenbeteiligung der Repla espaceSOLOTHURN Gebrauch zu machen. Dieser sieht vor, dass die Gemeinde bei erheblichen finanziellen Schwierigkeiten die Beitragspflicht an die Institutionen sistieren und dadurch jährlich Kosten in Höhe von 24 800 Franken einsparen kann. Der Gemeinderat stimmte dem Antrag einstimmig zu und verzichtet somit für ein Jahr auf die Beitragszahlungen.