Bucheggberg
Bei PubliRide darf es noch etwas mehr sein

Noch wird im Bucheggberg die Mitfahr-Plattform PubliRide zu wenig genutzt. Jetzt soll das Angebot besser beworben werden.

Rahel Meier
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PubliRide ist die erste Plattform in der Schweiz, die ein System für Fahrgemeinschaften mit jenem des ÖV verbindet. Seit Juni läuft das Angebot im Bucheggberg (Archivbild).

PubliRide ist die erste Plattform in der Schweiz, die ein System für Fahrgemeinschaften mit jenem des ÖV verbindet. Seit Juni läuft das Angebot im Bucheggberg (Archivbild).

Keystone

Seit der Lancierung von PubliRide im Juni haben sich 65 Personen in der Bucheggberger Gruppe registrieren lassen. Im Oktober wurden 76 Fahrten angeboten und 103 Mal wurde eine Mitfahrgelegenheit gesucht. Die Tendenz sei steigend, sowohl bei den Mitgliedern, als auch beiden Angeboten, erklärte Eliane Leuzinger (Postauto Schweiz AG) an der Gemeindepräsidentenkonferenz im Bucheggberg.

Die Zahlen könnten aber noch weit besser sein, meinte sie. Es brauche allerdings einen etwas längeren Atem, bis die Mitfahrplattform effektiv funktioniere. Zurzeit würden die Angebote überwiegen, die den täglichen Pendlerströmen entsprechen.

Fahrten die am Morgen Richtung Solothurn, Biel und Bern führen, und abends in die entgegengesetzte Richtung. «Morgens zwischen 6 und 7 Uhr gibt es beispielsweise fast täglich mehrere Mitfahrgelegenheiten zwischen Messen und Bern.» Am Wochenende gebe es deutlich weniger Angebote. «Das ist normal und bei den meisten Plattformen ähnlich.» Es brauche eine gewisse Zeit, bis die Nutzer daran denken würden, dass sie auch ihre Freizeitfahrten mit anderen teilen könnten.

Leuzinger relativierte zudem die Zahlen der Angebote. «Ein Pendler, der vier Mal pro Woche die gleiche Strecke fährt, gibt dies nur einmal bei PubliRide ein. Die vier Fahrten werden darum vom System nur als ein Angebot erfasst.»

Angebot bekannter machen

Wichtig sei, so Leuzinger, die Bucheggbgerger Plattform bekannt zu machen. Nach jeder Werbeaktion, egal ob das Flyer oder ein Zeitungsartikel war, hätten sich die Zahlen sofort nach oben bewegt. Es gebe Flyer die man auflegen und verteilen könne. «Sie müssen mit den Leuten über das Angebot reden.

Ermuntern sie ihre Einwohner dazu, mitzumachen.» An Gemeindeversammlungen oder in Dorfzeitungen könne die Bevölkerung bestens angegangen werden. Unternehmen und Vereine müssten informiert werden. Als wichtig wurde von allen die Einbindung ins Ärztezentrum in Messen erachtet.

Bernhard von Allmen (Geschäftsführer Pro Buechibärg) forderte die Gemeindepräsidentinnen und -präsidenten dazu auf, das Angebot auch auf der Homepage zu platzieren. «Es ist eine gute Sache», so von Allmen, der selbst mitmacht.

In der Diskussion zeigte sich zudem, dass die sogenannten Multiplikatoren, diejenigen Leute, die das Angebot in den Dörfern bekannt machen sollten, zu wenig aktiv sind. «Wir haben unsere Gemeindeangestellten geschickt, aber das sind in diesem Fall die falschen Leute», meinte Vreni Meyer (Buchegg).

Angeregt wurde zudem, die Abschlussklässler über das Angebot zu informieren. «Diese können dann ihren Eltern und Grosseltern beibringen, wie man die Plattform nützt.»

Die Gemeindepräsidenten wünschten abschliessend, dass eine Informationsveranstaltung für alle interessierten Bucheggberger durchgeführt werden solle. Gerade Senioren seien neuen Angeboten gegenüber zu Beginn eher skeptisch und könnten an einem solchen Anlass besser erfasst und überzeugt werden.

«Sich einzuloggen und Fahrten anzubieten oder zu suchen ist wirklich keine Hexerei», meinte diejenigen, die PubliRide nützen, einstimmig. Seien mehr Leute aktiv bei PubliRide, dann komme man dem eigentlichen Ziel, die Mitfahrmöglichkeiten innerhalb des Bucheggberges zu verbessern, eher näher.

Der Vorteil der Nutzergruppe PubliRide Bucheggberg sei, dass diejenigen die Fahrten anbieten oder eine Mitfahrmöglichkeit suchen, dies nicht anonym machen. «So hat man auch eher Vertrauen.»

Mehr Infos unter: www.publiride.ch/bucheggberg