Die Fernwärmeanlage im Pfarreizentrum ist zwar schon seit längerem in Betrieb, aber abgeschlossen ist das Thema noch nicht. Grund sind die Finanzen. Da die Förderbeiträge für dieses Projekt nicht rechtzeitig beantragt worden waren, ging man nämlich ohne Subventionen aus. Ein Betrag von ungefähr 66'000 Franken ging der Gemeinde somit durch die Lappen. Doch wer ist Schuld daran?

Da die Einforderung dieser Förderbeiträge im Mandat des Planers enthalten war, ist die Gemeindeverwaltung der Meinung, dass die Hauptschuld den Planer betrifft. Aus diesem Grund hat die Verwaltung Zahlungen an die zuständige Firma a energie ag zurückbehalten und einen Rechtsanwalt engagiert.

Schuld auf beiden Seiten

Die Firma a energie ag offerierte einen Vergleichsvorschlag und zeigte sich darin bereit, 50 Prozent der entgangenen Gelder, also 33 000 Franken, zu tragen. Über diese Vereinbarung diskutierte der Gemeinderat am Donnerstagabend. Während die Fraktionen der SP und CVP diesen Vorschlag als akzeptabel einstuften, forderte die FDP-Fraktion einen höheren Betrag. Die Firma treffe eine höhere Schuld als die Verwaltung, also solle sie auch mehr zahlen, nämlich zwei Drittel der entgangenen Gelder, also 44'000 Franken. «Ich bin nicht der Meinung, dass uns die gleiche Schuld trifft», betonte Gemeinderat Christoph Scholl. Von einigen Ratsmitgliedern wurde hingegen eingeräumt, dass auch vonseiten der Gemeinde eine gewisse Schuld bestehe, da man nämlich nicht kontrolliert habe, ob die Subventionen tatsächlich beantragt wurden. Der Antrag auf 44'000 Franken wurde von der FDP zwar noch auf 38'000 Franken reduziert, trotzdem sprach sich der Gemeinderat mit sechs zu fünf Stimmen knapp für die tiefere Schadensersatzsumme aus. Unter dem Strich wird nun der Erlass von 34'000 Franken gefordert.

Bauverwalter Thomas Leimer betonte, dass die a energie ag technisch gesehen sehr gute Arbeit geleistet habe. Sofern die Vereinbarung zustande kommt, möchte man gerne weiterhin mit dieser Firma zusammenarbeiten. Die nächsten Projekte seien bereits in Sicht, so möchten sich nämlich neu auch die Pizzeria und ein Wohnhaus an den Fernwärmeverbund anschliessen lassen, was sehr erfreulich sei.