Wie üblich liess man den Wettbewerb durch Perkussionisten eröffnen. Max Gilgen, Samuel Schuler und Pascal Meyer spielten als Ensemble auf Drumsets mit «Partido Pasamalto» ein Werk ihres Musiklehrers Remo Borner. Solo-Vorträge auf der Gitarre gab es keine. Bloss das Ensemble «The Gitarras» stellte sich dem Wettbewerb. Dass sie bereit gewesen wären, sich mit anderen zu messen, zeigen gute 60,5 Punkte für drei Stücke. Im Fach Sologesang war Helén Schmidtke zu hören, die einzige Bewerberin dieser Kategorie. Sie wählte «Tochter Zion» von Händel und ein Lied aus «Evita».

Entwicklung des Wettbewerbs

Entstanden ist der Wettbewerb als Zwillingsanlass des Bezirksmusiktages. Zugelassen waren nur Instrumente, die in den Musikvereinen geblasen wurden. Weil nicht alle Vereine auf die notwendige Infrastruktur zählen konnten, war er gefährdet. Das damalige Organisationskomitee koppelte ihn ab. Mit zunehmender Bedeutung der Perkussion wurde diese integriert. Später kamen weitere Instrumente dazu. Noch immer sind aber die Blasinstrumente ein wichtiger Bestandteil des Wettbewerbes.

Fünf Bläser-Ensembles machten Jagd aufs Preisgeld. Schliesslich hatte das Brassensemble aus Lohn-Ammannsegg die Nase vorn. Bläser-Solisten gab es in allen drei Altersstufen. Bei den ältesten war der Klarinettist Ermal Polisi allein. Die beiden in der mittleren Stufe spielten mit dem Cornet das gleiche Instrument. Dominiert hat Nick Luterbacher mit «Daisies» von Hale Vandercook. Die Punkte der Ränge 2 bis 4 bei der jüngsten Gruppe lagen eng beisammen. Mit relativ grossem Abstand hat die Siegerin sie deutlich distanziert. Ihre verdienten 67 Punkte sind die höchste Punktzahl des Wettbewerbes. Mira Hostettler mit Jahrgang 2006 verblüffte mit einem grossartigen Vortrag aus dem sackschweren Klarinettenkonzert Nr 3 in B-Dur von Carl Stamitz.

Niveau gestiegen

Erst vor wenigen Jahren wurde der Wettbewerb auch für Streicher geöffnet. Angesichts des tollen Vortrages von Livia Winistörfer – sie wählte Vivaldis G-Dur Konzert – möchte man sie nicht mehr missen. Gleiches gilt für Noah Umut. Mit sichtlicher Freude entlockte er seiner Violine die Vorträge. Ganz begeistert von den Klavier-Vorträgen war die Expertin Silvia Hadorn. Insgesamt finde sie das Niveau sei gegenüber dem letzten Jahr nochmals gestiegen. Ihre höchste Note vergab sie an Pepe Simone, der mit 56 Punkten die Kategorie der jüngsten gewann. Für einen Klavierschüler mit Jahrgang 2007 bewies er viel Selbstsicherheit.

Entscheidender waren aber Rhythmussicherheit und Musikalität. Das gilt fast ebenso für Akram Dawod, den einzigen Bewerber bei der Kategorie der Ältesten. Sicherheit strahlte auch Alisha von Allmen aus. Sie gewann die mittlere Altersstufe. Im Fach Klavier vierhändig beteiligte sich in beiden Altersstufen nur je ein Paar. Mit spürbarer Freude meisterten die Schwestern Eliane und Fiona Hoang ihre vier Stücke. Auch bei den beiden älteren Leonie Rüegg und Lara Zürcher war die Lust am Spielen spürbar.