Vor der Ratssitzung besichtigten die Mitglieder des Gemeinderates das Bürgerhaus und verschafften sich einen Überblick über die termingerecht beendeten Umbauarbeiten. «Es sieht richtig gut aus», freute sich Gemeindepräsident Herbert Schluep. Die Beschwerde wegen des dringlichen Nachtragskredites zur Umnutzung des Bürgerhauses, den der Gemeinderat in eigener Kompetenz gesprochen hatte, wurde in der Zwischenzeit zurückgezogen.

Laut Gemeindepräsident sind beide Mietverträge unterschrieben. Bereits sei die Wohnung der Physiotherapie-Praxis bezogen, und auch die Räume für die künftige Kindertagesstätte (Kita) «Zaubertruckli» seien seit dem 1. April fertiggestellt und werden nur noch gereinigt. «Und es fehlt nichts mehr», so Schluep, der das Einrichten durch die Kita-Betreiberinnen in der kommenden Woche erwartet. Deren Homepage ist online und gibt bereits Auskunft über Anmeldung und alles Wissenswerte. Montiert wird in den nächsten Tagen noch das vorgeschriebene Brandschutzglas zwischen Wohnung und Kita. 

Von der von der Gemeinde zum Kita-Start angebotenen und bewilligten Darlehenssumme von insgesamt 80 000 Franken, nehmen die Kita-Verantwortlichen vorerst nur 50 000 Franken in Anspruch.

Heizanlage für Turnhalle

Es folgte das Geschäft Planung zur Sanierung der Heizanlage in der Mehrzweckhalle. Die eingesetzte Arbeitsgruppe (AG) hatte gleich mehrere Varianten zum Ersatz der betagten Ölheizung überprüft bezüglich Wirtschaftlichkeit und ökologischen Erwägungen. Weder eine Solar- noch eine Wärmepumpenlösung waren laut Schluep zur Heizung der Halle ausreichend. In der Wahl zwischen einer Pellet-, Qualischnitzel- und Nassschnitzelbefeuerung beantragte die AG einen Kompromissentscheid.

Denn für die Nassschnitzel, die zwar aus eigenen und regionalen Waldungen stammen würden, aber umwelttechnisch nicht unproblematisch seien, wären grosse bauliche Massnahmen zur unterirdischen Lagerung nötig. Zudem verfügen die Qualischnitzel, die aus der Schweiz stammen, über einen deutlich besseren Brennwert. Der Rat befürwortete einstimmig, im Rahmen des bewilligten Verpflichtungskredits, die dafür notwendige Anlagen-Investition im Umfang von 480 000 Franken. Da es sich um einen Schätzpreis handelt, will sich der Rat die Anlage jetzt von Fachbetrieben offerieren lassen. Er fasste ausserdem ins Auge, diese Erneuerung im nächsten Jahr mit der Gesamtsanierung der Mehrzweckhalle zu kombinieren.

Zusicherung erwartet

Wie Gemeinderat Tobias Bucher in Sachen Ersatz der ARA (bisherige kommunale Abwasserreinigungsanlage) erläuterte, liegt jetzt ein Vorprüfungsbericht vor. Neben kantonalen Fachstellen seien mehrere Akteure in diesem künftigen Anschlussprojekt an den Zweckverband ZASE involviert.

Noch offen seien Subventionen des Kanton Solothurns, die die Gemeinde an einer Sitzung mit dem kantonalen Amt für Umwelt klären will. «Wir erwarten da eine eindeutige Zusicherung», betonten Ratsmitglieder, die gerne am geplanten Leitungsbau auf der Strasse Richtung Solothurn im Mai festhalten möchten. (Mitarbeit rm)