Im April 2018 erfolgte der Spatenstich für die Überbauung Lörenacker in Aeschi. Die zwölf altersgerechten 4,5-Zimmer-Wohnungen in den ersten beiden Mehrfamilienhäusern waren rasch verkauft. In der Zwischenzeit sind die Aushubarbeiten für das dritte und letzte Wohnhaus im Gang. Eine einzige Wohnung ist noch zu haben.

Das freut Franz Misteli und Urs Stüdeli. Die beiden sind die Initianten der Überbauung. Beide wohnen seit Jahrzehnten mit ihrer Familie in Aeschi. Sie sind im Dorf verwurzelt und möchten auch jetzt noch, nachdem sie beide pensioniert worden sind, im Dorf bleiben. Da es in Aeschi bisher keine seniorengerechten Wohnungen gab, haben sie eine Möglichkeit gesucht, solche zu realisieren. Schon bald hatten sie das ungenutzte Gewerbeland im «Lörenacker» im Visier.

Nach einigen Umwegen wurde das Land, das der Gemeinde gehörte, umgezont und später an die MSM Aeschi GmbH verkauft. Neben Misteli und Stüdeli gehört Beat Müller (Architekt, Müller+Partner, Langenthal) zur GmbH.

Dass Misteli und Stüdeli an Beat Müller geraten sind, bezeichnen sie selbst als Glücksfall. «Er hat sofort verstanden, was wir möchten.» Misteli bestätigt auf Anfrage, dass ein schöner Teil der Wohnungen an Senioren aus Aeschi oder dem äusseren Wasseramt verkauft wurde. «Das war von Anfang an unsere Idee.»

Immer Sicht auf den Jura

Die Wohnungen, die in Aeschi gebaut werden, sind alle zwischen 105 und 115 Quadratmeter gross. «Ist die Wohnung zu klein, zügelt niemand aus dem eigenen Haus weg», weiss Müller. Der Grundriss der Wohnungen entspreche einem Einfamilienhaus im Taschenformat. Damit spricht er die Aufteilung in einen sozusagen öffentlichen Wohn- und Essbereich und einen abgetrennten, eher privaten Schlafbereich an. «Der Wohnbereich ist durchgehend gestaltet, sodass man immer den Jura im Blick hat.»
Speziell sind auch die Balkone.

Weil Attikawohnungen sehr gefragt sind, habe man das Konzept so ausgearbeitet, dass alle Wohnungen einen rund um das Haus herumführenden Balkon mit zwei Sitzplätzen haben. Bis zu 66 Quadratmeter Aussenfläche ergeben sich dadurch. Einer der Balkone ist zudem verglast. Nicht als Wintergarten, aber vor allem als Schutz vor dem Wetter.

Gemeinschaftsbereich

Die Fassaden der Häuser werden mit Stahl, Beton und Holz gestaltet. Auf dem Dach wird eine Photovoltaikanlage platziert, deren Energie die Eigentümer als Genossenschaft nützen. In der Einstellhalle finden 30 Fahrzeuge Platz. Im Aussenbereich ist ein Aufenthaltsraum mit einer kleinen Küche und einer Toilette vorgesehen. Vervollständigt wird dieser Gemeinschaftsbereich durch eine kleine Pergola. «Ein gemeinschaftlich nutzbarer Raum ist gerade für ältere Menschen wichtig», erklärt Müller. Wenn die Welt immer kleiner werde, dann seien soziale Kontakte umso wichtiger. Logisch, dass auch Einstellhalle und Aussenräume altersgerecht ausgestaltet werden.

Die Häuser grenzen an die Landwirtschaftszone an. Ortszentrum, Einkaufsmöglichkeiten und Restaurant sind bequem zu Fuss erreichbar. Bushaltestelle und Bank liegen praktisch um die Ecke. Die ersten beiden Häuser können im kommenden Juli bezogen werden.