Rüttenen
Bed and Breakfast- Besitzerin schätzt neue Bekanntschaften

Gaby Rossmann hat das Zimmer ihrer Tochter zum Bed and Breakfast umgebaut. Die Gastgeberin ist als frühere WGlerin eine kontaktfreudige Person und lernt gern neue Menschen kennen. Deshalb mag sie es, wenn ihre Gäste aufgeschlossen sind.

Christoph Neuenschwander
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Gaby Rossmann im Garten ihres Hauses in Rüttenen.

Gaby Rossmann im Garten ihres Hauses in Rüttenen.

Christoph Neuenschwander

Serie Bed & Breakfast im Dorf nebenan

Oft lautet die Frage bei der Ferienplanung, ob man in der Schweiz bleiben oder doch lieber ins Ausland reisen will. Aber haben Sie sich schon einmal Gedanken über Urlaub im Nachbardorf gemacht? In einer Serie stellen wir Ihnen die «Bed and Breakfasts» in der Region vor und die Menschen, die dahinter stecken. Den Auftakt machte Eva Beck mit ihrem Gästehaus Sonne. Es folgte der Aarhof der Familie Lüthi-Probst in Bellach. (cnd)

Wer in Gaby Rossmanns Bed and Breakfast (BnB) in Rüttenen übernachtet, der kann – wenn er will – eigentlich ganz gut für sich bleiben. Eine kleine Wohnung mit Doppelbett, Bad und eigener Küche ermöglicht es scheuen Gästen, die Unterkunft ohne grossen Kontakt mit der Gastgeberin zu nutzen. Selbstverständlich mag es Rossmann aber, die Menschen auch kennenzulernen, die bei ihr im Untergeschoss übernachten.

Seit 15 Jahren lebt Gaby Rossmann mit ihrem Gatten im Haus an der Jurastrasse, seit über 30 Jahren in der Schweiz. Geboren wurde sie in Darmstadt in Deutschland. Das BnB habe sie vor rund fünf Jahren eröffnet, sagt sie. Im ehemaligen Zimmer ihrer mittlerweile erwachsenen Tochter. Bereut hat sie es nie. Schliesslich sei es immer spannend, neue Leute zu treffen und etwas über sie zu erfahren. Und manchmal ergeben sich daraus auch Freundschaften.

Fotos von ganz hoch oben

«Wenn wir uns mit Gästen gut verstehen, nehmen wir sie auch mal mit in unser Ferienhäuschen im Diemtigtal», erzählt Rossmann. «Im Gegenzug wurden wir auch schon von Gästen in deren Zuhause eingeladen, einmal nach Valencia.»

Das Haus der Rossmanns liegt direkt unter dem Eulengrat. Die imposante Felswand ziehe natürlich auch Kletterer an. «Einer hat mir mal ein Foto unseres Hauses gezeigt, von der Felswand aus gesehen», sagt die Chemielaborantin, die einst im Attisholz arbeitete. Auch Leute, die in der Umgebung ein Haus bauen, und die alte Wohnung schon gekündigt haben, habe sie schon zu ihren Gästen gezählt. Einmal etwa eine Familie aus Schaffhausen, die in Oberdorf baute und die Arbeiten aus der Nähe beaufsichtigen wollte. «Wir gingen dann in die Ferien und sie konnten das ganze Haus für sich haben.» So hatte die Familie Platz – und Rossmanns jemanden, der das traute Heim hütete. «Wir sind da nicht heikel, wir sind sowieso frühere WGler.»

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