Die Gemeindeversammlung hat den Rahmenkredit für die Aufstockung des Schulhauses Kirchacker im Dezember 2014 bewilligt. Die Baugenehmigung dürfte schon bald vorliegen, nachdem es keine Einsprachen gegen das Projekt gab. Zurzeit werden die Unterlagen für die Submission und das Ausschreibungsverfahren vorbereitet.

Rund 40 Arbeitsgattungen sind betroffen, wie Gerlafingens Bauverwalter Ewald Kaiser erklärt. Maurer, Dachdecker, Spengler, Elektriker, Heizungs- und Sanitärinstallateure, Bodenleger, Schreiner, Gipser, Maler, Fensterbauer – mit ihren konkreten Angeboten können bis Anfang Jahr die effektiven Kosten für «Rochade» ermittelt werden. «Dann entscheidet der Gemeinderat über die Baufreigabe. Die Vorgabe ist klar. Insgesamt müssen 10 Prozent der ursprünglich ermittelten Kosten eingespart werden», so Lüthi.

Läuft es weiter nach Plan, können die Arbeiten im März 2016 vergeben werden. «Der Baubeginn ist im Sommer 2016 geplant.» Ein Jahr später kann die Oberstufe in das neue Schulhaus einziehen und die baubedingten provisorischen Übergangs-Schulräume können nach erfolgten geringfügigen baulichen Anpassungen und Renovationen in den Schulhäusern im Schulzentrum Gländ aufgehoben werden.

Ein Happy End?

Mit der Sanierung, Erweiterung und Aufstockung des Schulhauses Kirchacker wird ein Schlussstrich unter die rund 25 Jahre dauernde Schulraumplanung in Gerlafingen gezogen. Verschwinden dürften auch die Container im Oberfeldpark, die im Jahr 1991 aufgestellt und eigentlich nur als Übergangslösung für sechs Jahre gedacht waren.

«Rochade» heisst das Projekt, weil die Schulklassen nach dem Ausbau des Kirchackers neu verteilt werden. Die Oberstufe wird als Ganzes in das neu sanierte Schulhaus ziehen. Die Primarschule wird das Primarschulhaus Gländ, das bisherige Sekundar- und das bisherige Bezirksschulhaus in Beschlag nehmen.

Das hat den Vorteil, dass die Schulstandorte nicht mehr verzettelt sind. Demzufolge müssen die Schüler auch nicht mehr die Schulorte wechseln, wenn sie beispielsweise Turn- oder Werkunterricht haben. Die Primarschüler haben zudem ab August 2017 alle den gleichen Schulweg. Auch für die Lehrerschaft wird der Unterricht einfacher.

Ein weiterer Nebeneffekt ist, dass das Hauswirtschaftsschulhaus verkauft werden kann. Der Vorvertrag mit dem Alters- und Pflegeheim Am Bach, das das Gebäude nützen möchte, ist bereits unterschrieben. Finanziell gesehen wird Gerlafingen durch «Rochade» belastet. Die Auswirkungen auf den Finanzhaushalt seien laut Berechnungen aber verkraftbar.