Bellach/Langendorf

Baukonzepte für Wiesen beim Franziskanerkreisel werden vereint

Die heutige Situation in Bellach Ost. (Archiv)

Die heutige Situation in Bellach Ost. (Archiv)

Ein Planungsgremium orientierte Interessierte über das Entwicklungskonzept Bellach Ost und Trittibachhof. Drei Teams mit Architekten, Landschaftsarchitekten, Raum- und Verkehrsexperten hatten ganz unterschiedliche Vorschläge eingereicht.

Ein neuer Dorfweiher am Wildbach? Begrünte Innenhöfe und Grillplätze für die Bewohner der drei- bis achtgeschossigen Gebäude? Obstgärten und Schnittblumenfelder zur gemeinschaftlichen Nutzung? Wären als Umnutzung des Landwirtschaftshofs Grederhof ein Hofladen und eine Schnapsbrennerei eine Option?

Noch steht in den Sternen, was dereinst auf dem Gebiet am östlichen Eingang von Bellach und dem danebenliegenden Grundstück auf Langendörfer Boden entstehen wird.

Fest steht nur, dass das Gebiet in den Agglomerationsprogrammen als Wohnschwerpunkt bewertet ist.

Drei Gestaltungsvarianten

Ein Fachgremium aus Gemeindevertretern, Grundeigentümern, Beratungs- und Planungsbüros und der kantonalen Behörde hatte einen Studienauftrag zum räumlichen Entwicklungskonzept Bellach Ost und Trittibachhof in Auftrag gegeben. An einer Informationsveranstaltung präsentierte das Gremium nun die Ergebnisse.

Drei Teams mit Architekten, Landschaftsarchitekten, Raum- und Verkehrsexperten hatten ganz unterschiedliche Vorschläge eingereicht. Keines der Projekte konnte das Gremium gänzlich überzeugen.

«Wir haben nicht ein Siegerprojekt im eigentlichen Sinn», erklärte Bernhard Straub vom Beratungsbüro Planteam S. «Jedes Projekt hat seine Fragezeichen.» Er empfiehlt, bei der Planung Ideen aus allen drei Konzepten zu berücksichtigen.

Wichtig scheint ihm, dass die bestehende Siedlungsstruktur erweitert wird. Ein Wechsel von Frei- und Gebäudeflächen und unterschiedliche Gebäudehöhen sollen einem monotonen Erscheinungsbild entgegenwirken. Differenzierte Aussenräume für öffentliche und private Nutzung trügen zur Förderung der Siedlungsqualität bei, meinte er.

Ruedi Bieri vom kantonalen Amt für Raumplanung ist überzeugt, dass das Projekt gelingen wird. «Die gute Erschliessung mit öffentlichem Verkehr ist eine ausgezeichnete Ausgangslage», hob er hervor. Bieri schätzt es, dass die Behörde bereits in der Planungsphase mit ins Boot genommen wurde.

Lärm und Parkplatzprobleme

Die rund 50 erschienenen Einwohner und Einwohnerinnen der beiden Gemeinden nahmen die drei Projekte zur Kenntnis. Sie äusserten sich nicht zu den gestalterischen Vorschlägen, welche die Architekturteams eingereicht hatten.

Zu unterschiedlich waren die Entwürfe, zu vage schien den Anwesenden das Ergebnis noch zu sein. Besorgnisse wegen einer Vorfinanzierung durch die Gemeinde konnte der Bellacher Gemeindepräsident Anton Probst zerstreuen: «Die Baukosten werden die Gemeinden nicht betreffen», wusste er. Diese würden die Grundeigentümer selber finanzieren.

Weitere Bedenken aus dem Publikum betrafen die bereits heute problematische Parkplatzsituation. Auch der nächtliche Lärm, verursacht durch die Zulieferer der Growa, wie eine Anwohnerin bemerkte, wird ein Knackpunkt sein.

Ein Besucher beklagte den Verlust von Landwirtschaftsland. Probst ist sich bewusst, dass diesbezüglich eine Interessensabwägung stattfinden müsse. Das Land, das hier geopfert werde, würde anderswo wettgemacht.

Gesamtheitliches Bild

In einem weiteren Schritt wird das Planungsgremium eine Lösung ausarbeiten, die den Vorgaben des bereits bestehenden und genehmigten Gestaltungsplanes entspricht. «Unsere Idee ist, Gestaltungselemente aller eingereichten Vorschläge zu berücksichtigen», sagte Thomas Ledermann vom Planungsbüro BSB + Partner.

Wichtig ist ihm die Ausarbeitung eines gesamtheitlichen Erscheinungsbildes, auch wenn die Überbauung in Etappen erfolge.

Meistgesehen

Artboard 1