Bei den Liegenschaften Hubelweg 13 und 14 in Brunnenthal (Gemeinde Messen, GB Nr. 32) handelt es sich um ein kulturhistorisch wertvolles Hofensemble an exponierter Lage. Das Hochstudhaus Hubelweg 14 von 1728 mit Veränderungen um 1812 (Stall/Futtergang) und 1845 (Westkeller/Westfassade) ist aus Sicht der schweizerischen Bauernhausforschung eines der wichtigsten Bauernhäuser der Region. Seit Jahrzehnten unbewohnt, ist es innen und aussen kaum verändert worden.

Im Zusammenhang mit dem geplanten Solothurner Band der Publikationsreihe «Die Bauernhäuser in der Schweiz» erstellt die Bauernhausforschung zurzeit eine sogenannte «Hausmonographie» über das Gebäude. Der Eigentümer möchte die Bausubstanz des Gebäudes wo nötig sichern, sonst aber als Zeitzeugen der Agrargesellschaft in musealer Art erhalten. Der Wohnstock Hubelweg 13 wird 1810 als Ofenhaus erwähnt und erfuhr 1872 einen substanziellen Umbau. Es handelt sich um einen klassischen einfachen Wohnstock mit Verkaufslokal und Doppel-Eingang mit Biedermeier-Türen, der das Ensemble in schöner Art ergänzt.

Der Wohnstock soll mit minimalem Aufwand saniert und wieder bewohnbar gemacht werden. Im Zuge der nötigen Massnahmen und im Zusammenhang mit einer Beitragsleistung sollen die beiden Liegenschaften unter Schutz gestellt werden. Der Eigentümer und die Gemeinde Messen sind damit einverstanden.

Der Regierungsrat hat deshalb die Liegenschaften unter kantonalen Denkmalschutz gestellt und in das Verzeichnis der geschützten historischen Kulturdenkmäler des Kantons eingetragen. Neben der Gebäudehülle sind damit auch die Gebäudestruktur, die Grundrisseinteilung und die charakteristischen Innenräume geschützt. Ebenso die nähere Umgebung. (rm/rrb)