Neuerung

Bargeld abgeschafft: Am Openair Etziken ersetzt ein Bändeli das Portemonnaie

Die Festivalbändeli können bequem bereits von zu Hause aufgeladen werden.

Die Festivalbändeli können bequem bereits von zu Hause aufgeladen werden.

Die Openair-Macher von Etziken warten immer wieder mit Neuerungen auf. Dieses Jahr sind es das bargeldlose Zahlen und ein erneut vergrösserter Essensbereich.

Bargeld wird abgeschafft am Openair Etziken. Ab diesem Jahr kann nur noch «cashless» bezahlt werden. «An den Openairs in St. Gallen und in Arbon funktioniert das seit Jahren bestens», weiss Yves Ammann (Pressechef Openair Etziken).

Wie funktioniert «cashless»? Via Homepage des Openairs Etziken eröffnet man sich ein Konto, registriert seine Billettnummer und lädt sein Konto via Kredit- oder Postkarte auf. Wenn man das Billett am Eingang tauscht – was für die ganz Eiligen bereits am Donnerstag (27. Juli) während des Kinderopenairs möglich ist –, wird das Konto mit dem Bändeli verlinkt, und schon hat man das Portemonnaie am Arm.

Die Bändeli können auch vor Ort mit Kreditkarte, Postkarte oder Bargeld an der Eingangskasse oder an einem speziellen Cash-Point auf dem Gelände aufgeladen werden. Geht das Bändeli kaputt oder verloren, kann ein neues mit dem Konto verlinkt werden, und so ist auch das Geld nicht verloren. «Wer sein Billett nicht registriert hat, hat diesen Vorteil allerdings nicht», so Ammann.

Drohnenflug übers Gelände des Openairs Etziken

Kontrolle über die Ausgaben

Und wenn das Geld nicht reicht? Laut Ammann liegt die Limite pro einmal Aufladen bei einem Höchstbetrag von 500 Franken. «Wer möchte, kann ein sogenanntes ‹Auto-Top-up› einrichten. Wenn das Guthaben unter 20 Franken fällt, werden automatisch wieder 50 Franken aufgeladen.» Bei jedem Bezug erhalte man zudem eine Mail und könne kontrollieren, wie viel man ausgegeben habe. Wer zu viel Cash auf das Bändeli geladen hat, bekommt selbstverständlich sein Geld retour. Entweder gleich nach dem Openair an der Kasse oder als Rückzahlung auf das in seinem Konto hinterlegte Bankkonto.

Und wieso die ganze Übung? Ammann ist überzeugt, dass sich die Wartezeiten bei den Ständen verringern. Bändel hinhalten, bestellen, Bestellung bestätigen – und fertig. Ausserdem können pro Konto zwei Billette verlinkt werden, sodass die Jungmannschaft sich problemlos selbst etwas zu essen oder trinken holen kann.

«Zudem ist es für uns ein grosser Vorteil, dass unser Finanzchef nicht mehr alle Stunde Bargeld auf dem Festgelände einsammeln und herumtragen muss. Auch genügend Kleingeld vorrätig zu haben, hat sich damit erledigt.»

Das Bändeli dient übrigens auch als elektronisches Eintrittsbillett. Wer das Openair-Gelände betritt, muss sich anmelden, wer das Gelände verlässt abmelden. «Sonst hat man ein Problem, um später wieder hereinzukommen.»

Essensbereich ist grösser

Der Essenbereich im Norden des Geländes wird dieses Jahr erneut vergrössert. Es hat sowohl ein verbessertes Food-Angebot als auch mehr und erst noch teilweise überdeckte Sitzplätze. «Das Zelt ist ebenfalls grösser.» Grösser geworden sei auch der VIP-Bereich. Neuerungen gibt es heuer auch auf dem Zeltplatz. Wer mit dem Camper oder einem Wohnwagen anreist, muss sich vorgängig registrieren. «Aber auch dieses Jahr ist der Zeltplatz noch gratis», so Ammann. Weitere Neuerungen betreffen vor allem interne Regelungen, so ist beispielsweise die Zufahrt zum Backstage-Bereich verbessert worden.

Die Bolkenstrasse ist auch dieses Jahr während des Openairs für den Verkehr komplett gesperrt. Da rund um Etziken und Bolken eifrig an den Strassen gebaut wird und der Verkehr teilweise im Einbahnregime geregelt ist, brauchen die Automobilisten am Openair-Wochenende etwas Geduld, wenn sie in der Region unterwegs sind.

Das Openair Etziken ist restlos ausverkauft. Das Programm finden Sie online.

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