Hochwasserschutz
Bald wird entlang der Emme gerodet

In regelmässigen Abständen orientiert der Kanton die Anwohner des Hochwasserschutz-Projektes über die Bauarbeiten entlang der Emme. Die neuste Ausgabe befasst sich schwergewichtig mit Arbeiten, die ab dem kommenden Herbst ausgeführt werden.

Merken
Drucken
Teilen
Ab hier, unterhalb des Stauwehrs in Biberist bis zur Einmündung der Emme in die Aare beim Emmespitz, soll der Hochwasserschutz verbessert werden.

Ab hier, unterhalb des Stauwehrs in Biberist bis zur Einmündung der Emme in die Aare beim Emmespitz, soll der Hochwasserschutz verbessert werden.

Hanspeter Bärtschi

Bevor die Wasserbauarbeiten beginnen, müssen die beiden ehemaligen Kehrichtdeponien Rüti Zuchwil (November 2017 bis April 2017) und Schwarzweg Derendingen (April bis Ende 2017), sowie die ehemalige Bioschlammdeponie Biberist (November 2016 bis April 2017) saniert werden.

Landschaftsbild ändert stark

Bevor die Deponien saniert werden, müssen rund 6,6 Hektaren Wald gerodet werden. Die Rodungen erfolgen ausserhalb der Brut- Setz- und Legezeit der Vögel. Die Eingriffe werden aber das Landschaftsbild stark verändern und dem Naherholungsgebiet ein komplett anderes Gesicht geben. Die Rodungsflächen werden nach Bauende wieder aufgeforstet oder dienen für Aufweitungen des Flusslaufes oder als Überflutungsflächen.

Sobald die Wurzelstöcke entfernt sind, wird damit begonnen den Boden abzutragen. Rund 500 Kubikmeter Deponiematerial soll pro Tag auf den Hauptinstallationsplatz bei der Papieri Biberist geführt werden. Dort wird das Material sortiert und je nach Abfallkategorie per Bahn (rund 60 Prozent) oder Lastwagen (40 Prozent) in eine Aufbereitungsanlage, in die Verbrennung oder in eine überwachte Deponie geführt. In den Deponien liegt vorwiegend Haus- und Gewerbeabfälle, in Zuchwil auch Bauschutt und in Derendingen Sperrgut.

Während der Aushubarbeiten seien Beeinträchtigungen und Einschränkungen unumgänglich. Insbesondere Lärm-, Staub- und Geruchsimmissionen seien zu erwarten. (rm/mgt)