Rund 200 Wohnungen sollen im Delta-Areal gebaut werden. Der Gemeinderat gab grünes Licht und nahm vom Richtprojekt zustimmend Kenntnis. Dieses ist eine Weiterentwicklung des Siegerprojekts des Solothurner Büros ssm Architekten und wurde bereits letzten Herbst von der Planungskommission befürwortet. Nun sind auch die Entwürfe zum Teilzonen- und Gestaltungsplan, zu den zugehörigen Zonenvorschriften sowie zu den zugehörigen Sonderbauvorschriften bereit, sodass sie zur kantonalen Vorprüfung an das Amt für Raumplanung weitergeleitet werden können. Bereits diesen Freitag startet die öffentliche Mitwirkung.

Das Delta-Areal umfasst eine Fläche von rund 2,5 Hektaren und soll von der Industrie- in die Wohnzone umgezont werden. Die in die Jahre gekommenen Industriegebäude werden komplett abgerissen, dann wird eine Überbauung mit Mietwohnungen und Gewerbeanteil errichtet. Vorgesehen sind sieben Gebäudekomplexe vor allem mit Dreieinhalb- und Viereinhalbzimmerwohnungen, aber auch einige Zweieinhalb- oder Fünfeinhalbzimmerwohnungen werden im Angebot sein.

Start im Südwesten

Auf die Frage nach der Anzahl der Bewohner erklärte Peter Zimmerli, Vertreter des Generalunternehmers, dass man mit zwei bis zweieinhalb Personen pro Wohnung rechnen könne. So könnten künftig also rund 400 bis 500 Leute im Delta-Areal wohnen.

Gebaut wird – mit Rücksichtnahme auf den Markt – etappenweise. Die erste Etappe umfasst den südwestlichen Bereich, gegenüber der Firma Truninger und nördlich von Aldi. In einer zweiten Etappe will man dann den nordöstlichen Teil in Angriff nehmen, wo Gewerbenutzung im Erdgeschoss möglich wird, rund um einen öffentlichen Platz mit Parkiermöglichkeiten.

Drei Höfe

Die Plätze hätten ein besonderes Gewicht in diesem Projekt, erklärte Planer Christof Tscharland. Durch die Anordnung der Gebäude entstehen drei Höfe – einerseits ein Quartierpark mit Rasen, andererseits ein Quartierplatz und als drittes eben der öffentliche Gewerbeplatz. Zentrales Element sei auch die Terrassierung, die durch die Hanglage nötig sei. Josef Fuchs, Vertreter der Grundeigentümerin Zuriba AG, betonte: «Einen Industriedrachen wollen wir verhindern.» Er unterstrich, dass sowohl Investor als auch Eigentümerin hinter dem Siegerprojekt stehen. Um die Anbindung ans Dorfzentrum zu gewährleisten, laufen bereits Abklärungen mit der Bahn. Man wünscht sich für das Quartier nämlich einen Bahnübergang für den Langsamverkehr.

Am Mittwoch, 6. Juli, findet eine Informationsveranstaltung statt, die öffentliche Mitwirkung beginnt diesen Freitag und dauert bis 26. August.