Die Industriebrache der stillgelegten Zellulosefabrik wird weiter belebt. Bereits Mitte Jahr öffnet mit dem Café «Kantine» ein weiterer Gastronomiebetrieb. Neben dem Restaurant Attisholz und der Tapas-Bar Chiquita ist es das dritte Angebot im Nordareal des Attisholz. Betrieben wird die «Kantine» vom Verein Beneath The Surface (BTS), der seinen Sitz derzeit noch in Etziken hat. Für die Umsetzung auf dem Attisholz-Gelände wird der Verein aber nach Riedholz ziehen, wie Mitglied Aaron Jaggi sagt. Dies ist eine Vorgabe der Halter Immobilien AG, die das Areal letztes Jahr kaufte. BTS hatte vergangenes Jahr das viel beachtete Kunstprojekt «Kettenreaktion» im Attisholz realisiert. Für 2019 wird eine zweite Auflage in Aussicht gestellt.

Für das Gastrokonzept der «Kantine» verantwortlich zeichnet Ueli Wüthrich, der früher unter anderem im «Solheure» tätig war. Derzeit wird das Lokal umgebaut. Unter anderem müssen das Bruchsteinmauerwerk durchbrochen und Stahlträger eingebaut werden.

Langfristige Projekte

Laut Andreas Campi von der Firma Halter wird der «Campus Attisholz» nach und nach für das Publikum geöffnet. Geplant ist neben der «Kantine» der Eventraum «Salon». Dort können etwa Vernissagen, Lesungen und andere Veranstaltungen stattfinden. «Vielleicht entsteht dereinst gar ein Museum», so Campi. Im hinteren Teil des Areals entsteht derzeit zudem ein Werkraum für Kunstschaffende und Kreative zur freien Benützung. Schon bald soll dort geschweisst, gemalt und gesprayt werden.

Die Angebote sollen keine Zwischennutzung sein, sondern sich etablieren und das Attisholz langfristig beleben. «Damit soll die Geschichte des Areals in einem neuen Kontext weitergeführt werden», so Campi. Halter will in den kommenden Jahrzehnten im Attisholz Nord ein neues, urbanes Quartier bauen. (crs)