Ferienpass Bucheggberg
Balancieren über dem Wasser – und Sprung ins kühle Nass

Einen der über 130 Kursen, die der Verein Ferienpass Bucheggberg dieses Jahr anbietet, ist «Slackline» in der Badi Koppigen. Die jungen Teilnehmer hatten viel Spass mit Leiter Mättu Gehri.

Agnes Portmann-Leupi
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Der Hahnenkampf auf der Slackline erfordert Geschicklichkeit und Stehvermögen
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Der Stab bietet Sicherheit
Üben mit Lehrer Mättu Gehri
Bucheggberger Ferienpass: Slackline in der Badi Koppigen

Der Hahnenkampf auf der Slackline erfordert Geschicklichkeit und Stehvermögen

Agnes Portmann-Leupi

«Was bedeutet der Name Slackline?», wollte Leiter Mättu Gehri – nach seinen eigenen Angaben Lebenskünstler von Beruf – von Anna, Chiara, Gianluca, Jaelle, Linda, Livia und Nadine wissen. «Richtig, heisst locker und heisst Linie oder Leine», bestätigt er. Mättu gibt, wie es sich für einen Lebenskünstler gehört, motivierend und frohgelaunt Anweisungen.

Vorerst wird auf dem ausgelegten Band am Boden geübt. Vorwärts und rückwärts zu gehen samt Drehhupf und hochgehaltenen Armen, ist für den Anfang gar nicht ohne. Es weckt die koordinativen Fähigkeiten und stimmt die Muskeln aufs Kommende ein. Im Hahnenkampf, nur auf einem Bein stehend, sich gegenseitig vom Band zu drücken, erfordert viel Stehvermögen und Geschicklichkeit. «Geht locker in die Knie, steht fest auf den Boden, so, als wolltet ihr eure Füsse in ein Raclette drücken», veranschaulicht der Leiter.

130 diverse Ferienpasskurse

Dann gilt es ernst auf den zwischen den Bäumen gespannten Slacklines, deren Verzierungen und Zeichnungen Mättu selber kreiert hat. Die Kinder probieren auf den dreieinhalb bis fünf Zentimetern breiten Bändern zu sitzen, zu wippen, zu liegen und wieder aufzustehen. Zum Balancieren im Stand unterstützen vorerst Stäbe das Gleichgewicht. «Gebt Druck aufs , denn unten hat es Krokodile», motiviert Mättu zum Obenbleiben und Konzentrieren.

Auch ohne Stäbe geht es teilweise bereits erstaunlich gut. Den Kindern und Jugendlichen macht es sichtlich Spass. Spass am «Slacken» hatten nachhaltig auch die Kletterer im kalifornischen Yosemite-Nationalpark, die die Sportart Anfang der 1980er-Jahre als Freizeitbeschäftigung an Ruhe- und Regentagen entwickelten.

Als Höhepunkt üben die Ferienpasskinder schliesslich ihr Gelerntes auf der Slackline über dem Schwimmbassin in der Koppiger Badi. An diesem heissen Tag ist ein Herunterfallen ins kühle Nass überhaupt nicht nachteilig. Aber auch hier hat Mättu eine verlockende Motivation. Wer es nämlich balancierend bis zum festgelegten Punkt schafft, erhält als Belohnung eine Glace.

«Über 130 verschiedene Kurse bietet der Verein in diesem Jahr an», sagt die anwesende Präsidentin Christine Rüttimann. Freuen darüber dürfen sich über 340 Kinder.

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